Tempo 100: Verkehrsversuch auf der A4

Verkehr Projekt auf Dresdner Abschnitt der A4 soll schon im März starten

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Aktion "Sicherer Schulweg": die Polizei kontrolliert die Geschwindigkeit. Foto: Harry Härtel

Durch das immer höher werdende Verkehrsaufkommen im Freistaat ist es notwendig, Maßnahmen für die Verkehrssicherheit auf den Autobahnen zu treffen. Besonders kritisch sieht es dabei auf der A4 zwischen den Autobahndreiecken Dresden-Nord und Dresden-West aus: Über diesen 15 Kilometer langen Autobahn-Abschnitt rollen täglich über 100.000 Fahrzeuge. Das ist der höchste Wert in ganz Sachsen.

Verkehrsversuch als Maßnahme

Daher soll bereits im März 2018 ein Verkehrsversuch starten: Befristet bis zum 31. Dezember 2020 wird zwischen Dresden-Nord und Dresden-West die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 100 km/h reduziert. Wie das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr heute mitteilte, soll dadurch nicht nur die Anzahl der Verkehrsunfälle reduziert werden, sondern auch das gesamte Straßennetz im Großraum Dresden entlastet werden, insbesondere an der Anschlussstelle Dresden-Neustadt. Mit ersten Ergebnissen des Versuchs wird in einem Jahr gerechnet.

Der sächsische Verkehrsminister Martin Dulig sagte zu dem Beschluss: "Die versuchsweise Begrenzung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf maximal 100 km/h erfolgt ausschließlich, um die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer zu erhöhen. Die Maßnahme zielt darauf ab, den Verkehrsfluss gleichmäßiger zu gestalten, Überholvorgänge zu reduzieren, somit die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden zu verringern und auf eine positive Entwicklung der Unfallkostenraten hinzuwirken."