Trotz Warnstreik - Sehenswerte Drei bleiben offen

Warnstreik Beschäftigte von den Schlössern Augustusburg, Burg Scharfenstein sowie Schloss und Park Lichtenwalde legen Arbeit für einen Tag nieder

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Foto: ollo/Getty Images

Leipzig/Chemnitz. Am vergangenen Samstag haben Beschäftigte der Schlösser Augustusburg, Burg Scharfenstein sowie Schloss und Park Lichtenwalde gestreikt. Die Tarifverhandlungen zwischen der Verdi-Tarifkommission unter der Leitung von Olaf Broszeit und der Geschäftsführung der Augustburg/Scharfenstein/Lichtenwalde Schlossbetriebe unter der Leitung von Patrizia Meyn sind nach drei Verhandlungsrunden von Seiten der Schlossbetriebe abgebrochen worden, wie die Gewerkschaft mitteilte.

Tarifverhandlungen wurden abgebrochen

Zum Pfingstsonntag hatten die Beschäftigten bereits einen ersten Warnstreik durchgeführt, der ein Angebot zur Folge hatte: Es beinhaltete eine fünfprozentige Gehaltserhöhung. Diese wurde von Verdi als nicht ausreichend eingestuft. Sie fordern einen Tarifvertrag, der sich an dem Tarifvertrag der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen anlehnt.

"Mit der Verweigerung, die Verhandlungen weiterzuführen, signalisiert die Arbeitgeberseite wenig Wertschätzung für die Leistung der Beschäftigten und findet Gehaltsunterschiede von 500 Euro pro Monat (im Vergleich zum oben aufgeführten Haustarifvertrag) offensichtlich völlig in Ordnung", betont Olaf Broszeit.

Fünf Prozent mehr Gehalt reichen nicht aus

Von den 36 Beschäftigten sind 24 in Verdi organisiert und haben sich auch alle an dem Streik beteiligt, trotz der in Aussicht gestellten Gehaltserhöhung. Dennoch kam es für die Besucher der Schlösser zu keinen Einschränkungen, da die Geschäftsführung über Drittfirmen Ersatzpersonal eingestellt hat. Schloss Augustusburg, Burg Scharfenstein sowie Schloss und Park Lichtenwalde waren am Samstag also regulär geöffnet.