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Verdi: Dritte Tarifverhandlungsrunde für Einzelhandel gescheitert

Wirtschaft Weitere Streiks im Einzelhandel geplant

Leipzig. 

Leipzig. Verdi gab heute bekannt, dass auch die dritte Verhandlungsrunde für den Einzel- und Versandhandel in Mitteldeutschland gescheitert ist. Die Gewerkschaft fordert für die rund 280.000 Beschäftigten einen tariflichen Mindestlohn von 12.50 Euro und eine Angleichung der Arbeitsbedingungen zwischen Ost- und Westdeutschland.

Verhandlungsführer Jörg Lauenroth-Mago: "Die Umsätze im Einzelhandel laufen in allen Teilbranchen gut, davon müssen auch die Verkäuferinnen und Verkäufer profitieren. Genauso haben wir auch kein Verständnis für die Verweigerungshaltung der Arbeitgeber. Seit 18 Monaten würdigen Politik und Arbeitgeber die Leistung der Verkäuferinnen und Verkäufer, doch bei den Tarifverhandlungen bewegen sie sich nicht. Wir werden die nächsten Wochen bis zum nächsten Verhandlungstermin nicht abwarten, sondern zu weiteren Streiks aufrufen. Die Beschäftigten sind sauer und streikbereit. Applaus allein reicht nicht." 

Fortsetzung der Verhandlungen am 13. September in Leipzig

Die Verdi-Tarifkommission fordert eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 4,5 Prozent plus 45 Euro monatlich. Der neue Tarifvertrag soll eine verkürzte Laufzeit von 10 Monaten haben, um eine Angleichung an die anderen Bundesländer zu vollziehen. Für Gewerkschaftsmitglieder werden zusätzliche drei freie Tage als "Gesundheitstage" gefordert.

 



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