Waffenamnestie: 308 Schusswaffen in Sachsen abgegeben

Sicherheit Abgabe nach Änderung des Waffengesetzes

Insgesamt 308 Schusswaffen wurden im Zeitraum von Juli 2017 bis Juli 2018 in Waffenbehörden und Polizeidienststellen Sachsens abgegeben. Grund dafür war eine Änderung des Waffengesetzes. Von allen abgegebenen Lang- und Kurzwaffen befanden sich 49, also rund 16 Prozent, in illegalem Besitz. Außerdem wurden 14 sonstige Waffen abgegeben, von denen neun in illegalem Besitz waren.

Landespolizeipräsident Jürgen Georgie sagte: "Die Waffenamnestie hat Besitzer unerlaubter Waffen und Munition motiviert und ermutigt, diese straffrei abzugeben. Es ist in unserem gemeinsamen Interesse, die Zahl der sich im Umlauf befindlichen Waffen und Munition zu reduzieren. Von jeder einzelnen jetzt abgegebenen Waffe und Munition kann keine Gefahr mehr ausgehen." Nun würden die abgegebenen Waffen vernichtet, so Georgie.

Woher kommen die Waffen?

Oft sind es Hinterbliebene, die von einem Waffen-Fund überrascht werden. "Einige abgegebene Waffen und Munitionsstücke stammten auch aus Haushaltsauflösungen sowie Boden- und Speicherberäumungen nach Todesfällen", so Georgie.

Auch wenn der Amnestiezeitraum bereits beendet ist, nehmen die Waffenbehörden und Polizeidienststellen weiterhin Waffen und Munition entgegen. Die Abgabe ist nun jedoch nur für Besitzer legaler Waffen und Munition straffrei.