Warnstreiks der IG Metall auch in Sachsen

Tarifkonflikt Chemnitzer Motorenwerk und Zwickauer Gelenkwellenwerk mit dabei

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Chemnitz/Zwickau. Die Industriegewerkschaft Metall ruft die Mitarbeiter zahlreicher Betriebe am 8. Januar zu Warnstreiks auf. Auch in Chemnitz und Zwickau wollen sich viele Arbeitnehmer für mehr Lohn und gleichzeitig flexiblere Arbeitszeiten einsetzen.

Mehr Geld und mehr Zeit

Da sich die Wirtschaft momentan in einer weltweiten Aufschwungphase befindet, fordert die IG Metall sechs Prozent mehr Entgeld. Bei diesen Tarifverhandlungen geht es aber nicht nur um den finanziellen Aspekt: Die Arbeitnehmer wollen sich nicht mehr ausschließlich nach ihren Arbeitszeiten richten, weswegen die Gewerkschaft eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 28 Stunden durchsetzen will. Schichtarbeiter, sowie Eltern und Mitarbeiter, die Angehörige pflegen, sollen ebenfalls einen Zuschuss erhalten.

Die Frühschicht der Volkswagen Sachsen GmbH Motorenwerk Chemnitz findet sich am Montag zum Warnstreik zusammen. Auch die Mitarbeiter der GKN Driveline Deutschland GmbH Werk Mosel in Zwickau wollen ein Zeichen setzen.

Ende ist noch nicht in Sicht

Bisher bieten die Arbeitgeber allerdings nur eine Lohnerhöhung von zwei Prozent, unter der Bedingung, dass sie Arbeitzeiten verlängert werden können. Die Tarifverhandlungen erstrecken sich über mehrere Termine. Es ist bisher noch nicht klar, wann man zu einer Einigung kommen wird. Bis Ende Januar soll es aber ein neues Angebot geben. Sollten die Parteien zu keiner Übereinstimmung kommen, können weitere Streiks beantragt werden.