Weltkindertag: AWO fordert niedrigeren Personalschlüssel in Kitas

Bildung Konzept zur Qualitätssicherung

Ein erschütternde Nachricht zum Weltkindertag am 20. September: Der Freistaat Sachsen ist deutschlandweit Schlusslicht in Sachen Personalschlüssel im Krippen- und Kindergartenbereich. Das bedeutet: Es gibt zu wenig Kindergärtnerinnen und Kindergärtner auf zu viele Kinder. Laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung von 2018 wird im Schnitt ein 1,6-fach niedrigerer Schlüssel empfohlen, um den Kindern ein effektivere Bildung bieten zu können.

Thema für Landtagswahl 2019

Um die Bildungsqualität dauerhaft sicherstellen zu können, fordert die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Sachsen nun ein langfristiges Konzept. "Die derzeitige Praxis, in der um Viertelstellen und die Anerkennung elementarer Vor - und Nachbereitungszeit gestritten wird und es an einem langfristigen Konzept zur Qualitätssicherung in den Kitas fehlt, lässt uns zu oft aus den Augen verlieren, dass es hier um den Schutz grundlegender Rechte von Kindern geht, die nicht verhandelbar sind", erklärt AWO- Landesgeschäftsführer David Eckardt. Er beruft sich auf die UN-Kinderrechtskonvention, die jedem Kind das Recht auf (Aus-)bildung, Freizeit, Spiel und Erholung sichert.

"Die weitere Absenkung des Personalschlüssels, die im Übrigen auch für Horte gelten muss, ist daher der wichtigste Schritt für eine nachhaltige Qualitätssicherung", so David Eckardt. Die AWO fordert diese und weitere Schritte zur Verbesserung der Kitarahmenbedingungen in ihrem im November 2017 vorgestellten Strategiepapier und empfiehlt, das Thema in der kommunalen Landtagswahl 2019 auf die Agenda zu setzen.