Wie geht man richtig mit Knallern um?

Jahreswechsel Polizei gibt Ratschläge zum richtigen Gebrauch von Feuerwerkskörpern

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Foto: bl/Kim Hofmann

Seit heute ist es wieder soweit: In den meisten Läden kann man sich mit Feuerwerkskörpern eindecken, um am Sonntagabend das neue Jahr zu begrüßen. Doch so schön die bunten Raketen, Knaller und Batterien auch aussehen, können sie schnell zu einer Bedrohung werden. Fehlgeleitete Raketen in etwa können nicht nur erheblichen Sachschaden anrichten, sondern auch Personen verletzen. Das wiederum kann Strafanzeigen und Gerichtsverfahren nach sich ziehen.

Straftaten sind rückläufig

Letztes Jahr verzeichnete das Landeskriminalamt insgesamt 808 Straftaten im Zusammenhang mit Feuerwerkskörpern. Das bedeutete einen Rückgang gegenüber den vorhergehenden Jahren. Mehr als die Hälfte der Straftaten (414) waren Sachbeschädigungen. Die Zahl der schweren Körperverletzungen betrug 25 und ging somit ebenfalls leicht zurück.

Für den richtigen Gebrauch von Pyrotechnik gibt das Landeskriminalamt (LKA) daher folgende Tipps:

- Es sollten nur Feuerwerkskörper verwendet werden, die zweifelsfrei geprüft sind und eine CE-Kennzeichnung haben. Bei im Ausland gekauften Feuerwerkskörpern sollte zusätzlich die Kategorie geprüft werden: Nur F1 und F2 sind in Deutschland ohne Erlaubnis zulässig.

- Die Gebrauchs- und Sicherheitshinweise auf den Verpackungen sollten dringend eingehalten werden.

- Gekaufte Feuerwerkskörper sollten in ihrer ursprünglichen Form verwendet werden. Vom Herumbasteln, Öffnen und Bündeln von Knallern oder ähnlichem rät das LKA dringend ab.

- Für draußen bestimmte Feuerwerkskörper sollten nicht in geschlossenen Räumen oder am Fenster abgebrannt werden. Auch Balkone sind nicht als Ort dafür geeignet, vor allem das Starten von Raketen birgt viele Risiken.

- Das Werfen von Feuerwerkskörpern auf Personen, Gegenstände, Tiere oder Gebäude sollte unterlassen werden.

- Nicht gestartete Raketen etc. sollten nicht noch ein zweites Mal gezündet werden.

- Prinzipiell gilt: Feuerwerkskörper gehören nicht in Kinderhände. Feuerwerk der ungefährlichsten Kategorie F1 dürfen Kinder ab 12 Jahren selbst zünden.

- Beim Verlassen der Wohnung sollten alle Fenster geschlossen werden.

- Risikoärmer als einzelne Knaller oder Raketen sind Feuerwerksbatterien: An diese muss nur einmal herangetreten werden. Kleinere Modelle haben Standfüße, um die Standsicherheit zu erhöhen.

- Das LKA rät zur Verwendung der beigelegten Anzündmittel, da diese sicherer als ein Streichholz sind.

- Silvesterraketen sollten immer nach oben und aus einer sicheren Vorrichtung (z.B. Flasche) gestartet werden. Es ist dringend nötig, vorher zu prüfen, ob die Rakete ungehindert aufsteigen kann. Außerdem gilt es zu beachten, dass Teile der Rakete wieder zu Boden fallen: Große Parkplätze sind daher zum Abbrennen nicht geeignet.



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