Campino war einst zu Gast in der "Wackerbud"

Streng Geheim Toten Hosen rückten zum Privatkonzert an

Plauen. 

Plauen. Diesen irren Abend werden Korinna Ernst und ihr Sohn Philip wohl nie vergessen. Am 23. April 2012 gaben die Toten Hosen im Vereinslokal des 1. FC Wacker Plauen auf ihrer "Magical Mystery Tour" ein Privatkonzert. Freunde der Falkensteinerin hatten sich mit einem Video bei Campino und seiner Band beworben und hatten Glück. Die Bilder von diesem Ereignis sind bei der Friseurmeisterin bis heute lebendig geblieben. "Es war eines der schönsten Erlebnisse, die man im Leben haben kann."

Der Besuch der Stars im Vogtland unterlag strengster Geheimhaltung. Sonst hätten wohl tausende Fans das gesamte Vereinsgelände in der Plauener Ostvorstadt gestürmt. Über sechs Wochen durfte die Geheimnisträgerin ihrem Sohn nichts verraten. "Das war das Schlimmste", sagt sie sieben Jahre danach. Ihr damals 14-jähriger Sprössling war zu jener Zeit schon glühender Fan der Toten Hosen. "Wenige Stunden vor dem Konzert wussten die meisten der etwa 50 eingeladenen Privatkonzert-Gäste noch nichts von ihrem Glück. Alle Fenster im Lokal waren verdunkelt und mit Schaumstoff schalldicht gemacht. Niemand sollte mitbekommen, was hier abging. Dann stand plötzlich der charismatische Frontmann der Punkrockband am Kneipentresen. Wie auf Kommando zückte die Fangemeinde Handys und Fotokameras.

Korinna Ernst bot dem Promi zur Begrüßung selbstgemachten Birnenschnaps an. Spontan nahm Campino einen kräftigen Schluck aus der Flasche. Kurz darauf wackelten in den Regalen der "Wackerbud" die Fußball-Pokale. Wie gewohnt gaben die Musiker auf der kleinen Bühne Vollgas. Viele der aufgedrehten Fans schüttelten ab und an ungläubig den Kopf. Dann kam der Moment, der bei Philip-Trommer-Ernst rückblickend immer noch Gänsehaut-Schauer verursacht. Campino holte den Teenager kurzerhand an seine Seite. Gemeinsam sangen sie den Titel "Paradies". "Ich war erst geschockt", blickte der heute 21-Jährige, der im Oberliga-Team des SV 04 Oberlosa Handball spielt, auf diese Begegnung zurück. "Es war ein überwältigendes Gefühl."