Eine Zeitreise in die Landwüster Vergangenheit

Freizeit Familienführung lädt nächstes Wochenende ins Freilichtmuseum

eine-zeitreise-in-die-landwuester-vergangenheit
Mitarbeiter Christof Schwabe lädt ins Museum ein. Foto: Simone Zeh

Landwüst. Eine Familienführung durch das Freilichtmuseum Landwüst gibt es am Samstag, 21. April, um 11 Uhr. Mit der Familie und den Kindern kann man eine Reise in die Vergangenheit erleben. Wie hat man damals gewaschen, wie geschlafen, wie sind die Kinder zur Schule gegangen und wie war das Leben ohne Strom? Auf dem 2,5 Hektar großen Gelände erwartet die Besucher eine Führung durch die historischen Gebäude, bei der auch die museumseigenen Tiere besucht werden. Es soll sich auch schon Nachwuchs eingestellt haben.

Einrichtung gibt es schon eine ganze Weile

Dank der Sammelleidenschaft des Landwüster Bauern Walter Wunderlich konnte die Einrichtung bereits im Jahr 1968 als Bauernmuseum Landwüst eröffnet werden und erlangte schnell Bekanntheit über die Grenzen Sachsens hinaus. Anfang der 70er Jahre wurde begonnen, das Haus zum Freilichtmuseum zu erweitern. Geeignete Gebäude aus der Region wurden seit dieser Zeit gesichert, dokumentiert und zum Teil auch erworben.

In dem Museumsteil Landwüst wurden zu den bereits vorhandenen Gebäuden und insgesamt sechs weitere entsprechende bauliche Objekte umgesetzt. Zuletzt kam eine alte Scheune hinzu, die nach Umbauten nun als Kulturtenne benutzt wird. Über 12.000 Sachzeugen vermitteln einen interessanten und zugleich lehrreichen Einblick in die Arbeits- und Lebensweise der vogtländischen Landbevölkerung von Anfang des 19. Jahrhunderts bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Original eingerichtete, zum Teil noch funktionstüchtige Werkstätten des dorftypischen Handwerks erzählen vom lebensnotwendigen Nebenerwerb der Bauern. Bewirtschaftete Felder, blühende Hausgärten und einige Tiere alter Rassen vervollkommnen das Bild von der einstigen Struktur vogtländischer Dörfer.