Einstiges Grenzgebiet hat seine Geschichte zurück

ausstellung "Grenzenloses Sächsisch-Bayerisches Grenzgebiet" erinnert an DDR

Plauen. 

Plauen. "Grenzenloses Sächsisch- Bayerisches Grenzgebiet" heißt die Wanderausstellung, die an die Mauer und die DDR erinnert. Orte wie Krebes oder Grobau waren ob ihrer Grenznähe nur per Passierschein zu erreichen. Andere Dörfer, die nahe an der einstigen Mauer lagen, wurden plattgemacht. Markusgrün, Troschenreuth und Ebersberg, so erfährt man in der Schau, zählten dazu. Dass so etwas möglich war, ist heute kaum noch vorstellbar. Die Geschichtsgruppe der Klasse 10 a und b von der Oberschule Weischlitz bestätigten dies. Genauso beeindruckt zeigten sich die jungen Leute angesichts der Tatsache, dass Menschen von ihrem Zuhause zwangsausgesiedelt wurden. "Aktion Ungeziefer" wurde die Aussiedlung seitens der DDR-Staatsmacht genannt. Insgesamt 165 Häuser und Anwesen waren hier an der Grenze zerstört worden.

Luca Keil aus Wiedersberg sagte: "Oberhalb von Triebel lief die Grenze entlang. Mein Opa hat sie mir gezeigt." Auf einer der Bildtafeln in der Ausstellung erkannte der Zehntklässler die Kirche in Triebel, die erst 2018 wieder aufgebaut wurde. Auch darüber hatte ihm sein Opa erzählt. Die Ausstellung, welche das "Leben am Eisernen Vorhang" während der deutschen Teilung beleuchtet, hatte der Freundes- und Förderkreis des Julius- Mosen- Gymnasiums in Oelsnitz initiiert, der sich seit Jahren für die lebendige Vermittlung der Geschichte im sächsischen Vogtland engagiert und Schüler bei dieser Arbeit einbezieht. Neben dem "Leben am Eisernen Vorhang" stellt die Schau Sperreinrichtungen, die Autobahnbrücke bei Pirk, den Grenzbahnhof Gutenfürst und das Grüne Band im Vogtland vor. Heute hat das einstiges Grenzgebiet seine Geschichte zurück.

Nach Weischlitz ist die Ausstellung in der Plauener Jugendherberge "Alte Feuerwache" vom 7. bis 25. Oktober zu sehen.