HC Einheit feiert ersten Auswärtssieg

Handball Spitzenstädter gewinnen mit 28:22 beim HSV Apolda

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Pascal Wolf (beim Sprungwurf) machte ein tolles Spiel, warf sieben Tore und avancierte zum Matchwinner. Archivfoto: Oliver Orgs / Pressebüro Repert

Apolda. Das war ein Spiel auf des Messers Schneide. Doch am Ende gewann der HC Einheit Plauen beim HSV Apolda sogar klar mit 28:22. Gleichzeitig war es für den Aufsteiger der erste Auswärtssieg, der wichtige Punkte brachte und zudem ganz viel Selbstvertrauen. Damit stehen die Spitzenstädter in der der Mitteldeutschen Oberliga auf Platz sieben der aktuellen Tabelle.

Pascal Wolf bester Mann auf Seiten der Plauener

Beide Teams konzentrierten sich besondere in der ersten Halbzeit auf die Defensive. So fielen in den ersten zehn Minuten nur zwei Tore. Alin Bosneac brachte die Plauener nach 42 Sekunden mit 1:0 in Führung. Eine frühe Zeitstrafe gegen Marc Multhauf zwang Einheit in Unterzahl zu agieren. Die Folge war der 1:1-Ausgleichstreffer. Im Anschluss legte Einheit jeweils ein Tor vor, Apolda glich im Gegenzug aus.

Mitte der ersten Hälfte drehte sich das. Nun ging Apolda jeweils mit einem Treffer in Führung und die Spitzenstädter glichen aus. Besonders stark an diesem Spieltag war Linkshänder Pascal Wolf, der ein gutes Spiel machte und mit sieben Treffern erfolgreichster Werfer des Plauener Teams war. Kurz vor der Pausensirene gelang Einheit durch Tore von Lukas Zverina und Marc Multhauf die 12:11-Halbzeitführung.

Marck Multhauf sieht die Rote Karte

Doch Marc Multhauf wurde nach der Halbzeitsirene zum Unglücksraben. Einheit hatte noch einen direkt auszuführenden Freiwurf. Marc Multhauf traf aber statt des Tores das Gesicht des Apoldaer Abwehrspielers. Die folgerichtige Entscheidung der Schiedsrichter war eine rote Karte. Damit gingen die Spitzenstädter geschwächt in den zweiten Spielabschnitt. Die Disqualifikation des Plauener Mannschaftskapitäns beeindruckte die Einheit-Spieler aber nicht.

Nach der Pause legten sie los wie die Feuerwehr. Alin Bosneac, Pascal Wolf und David Zibral brachten den HCE mit 16:12 in Führung. Eine starke Abwehrleistung und Josef Pour im Einheit-Tor waren die Grundlage für diesen Vorsprung, den die Spitzenstädter nun zu halten versuchten. Apolda konnte jedoch wieder verkürzen. Beim Stand von 18:17 war der Gegner wieder in Schlagdistanz. Wieder war es in diesem Moment Pascal Wolf, der mit seinen Toren für die notwendige Entlastung sorgte.

Moritz Jahn macht den Deckel drauf

Der HSV wollte das Spiel noch drehen, ging zur offenen Manndeckung über und genau darauf hatte der HCE gewartet. Das war die Zeit für Moritz Rahn. Der schnelle Linksaußen der Plauener setzte mit vier Toren in den letzten drei Minuten den 28:22-Schlusspunkt. Einheit-Trainer Rüdiger Bones war zufrieden: "Wir haben heute ein gutes Spiel gemacht und die richtige Antwort auf den Gegner gefunden. Unsere Fehlerquote hielt sich in Grenzen und das Zusammenspiel von Abwehr und Torwart hat gut geklappt. Das waren zwei wichtige Auswärtspunkte, die uns unserem Ziel Klassenerhalt ein Stückchen näher bringen."

Statistik

HCE Plauen: Misar, Pour, Richter (1), Krüger (3), Wolf (7), Zverina (4), Bosnaec (4), Zobirei, Mandaus, Multhauf (2/1 - 30. Minute Rote Karte), Zbiral (2), Rahn (5/2).