Strom wird immer teurer

Stadtwerke Verbraucher flattern demnächst Preiserhöhungen ins Haus

Die Stromkunden der Reichenbacher Stadtwerke erreichen in diesen Tagen pausenlos Nachrichten von Preiserhöhungen. Mit der Bekanntgabe der Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG-Umlage) hat sich der erwartet hohe Anstieg für das Jahr 2013 bestätigt. Doch das ist nicht alles. Wenige Tage nach der Information durch die vier großen Übertragungsnetz-Betreiber folgen nun weitere Umlagen-Erhöhungen für das Jahr 2013, teilte Werner Siegert mit. Der Geschäftsführer der Reichenbacher Stadtwerke zog nüchtern Bilanz. So steigt die Umlage nach dem Paragraph 19 an. Diese wird gemäß Stromnetzentgelt-Verordnung für die Befreiung stromintensiver Industrie von den Netzentgelten erhoben. Neu ist ab nächstem Jahr die Offshore-Haftungsumlage. Sie tritt ein, wenn die Netzanbindung für Offshore-Windanlagen (Windräder auf See) nicht rechtzeitig gewährleistet ist. Zudem erfordert der verstärkte Bau von EEG-Anlagen den Ausbau der Übertragungs- und Verteilnetze. Auch diese Tatsache beeinflusst denAnstieg der Netzentgelte und letztlich den Strompreis. Auf die Verbraucher kommt einiges zu. Für einen durchschnittlichen Haushalt im Stadtwerke-Netzgebiet mit 2.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch bedeutet der Anstieg höhere Jahreskosten von 74 Euro. Das sind 13,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Kunden werden über den Anstieg der Preise in einem persönlichen Anschreiben informiert. Der Anteil von Steuern, Abgaben und regulierten Netzentgelten am Strompreis erreicht im Jahr 2013 einen Anteil von 75 Prozent. "Damit bleibt für die Stadtwerke nur noch ein Anteil von 25 Prozent beeinflussbarer Kosten, erklärte Siegert. "Die Strompreis-Erhöhung liegt ausschließlich am Anstieg der Umlagen und Netzentgelte. Sie werden von den Stadtwerken 1 : 1 an ihre Kunden weiterverrechnet."