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Tempo und Bonbons beim Höhlenfest Syrau

Fest Kleine und große Seifenkistenfahrer in Höchstform

Syrau. 

Syrau. Ganz Syrau hat am Wochenende das Höhlenfest gefeiert und dabei mächtig auf die Tube gedrückt. Denn beim Seifenkisten- und Traktorenrennen ging es um Geschwindigkeit, aber auch Geschicklichkeit und Kreativität. Die beiden Wettbewerbe standen am frühen Samstagnachmittag im Mittelpunkt des Festgeschehens. Die Teilnehmerzahl war beträchtlich, immerhin hatten die Fahrer zwei Jahre Vorbereitungszeit, denn im vergangenen Jahr gab es kein Höhlenfest.

Bau einer Seifenkiste als Familienprojekt

Vor zwei Jahren hatte man noch Sorge gehabt, dass es mangels Teilnehmer eines Tages kein Seifenkistenrennen mehr geben könnte. Aber wie es Familienvater Stefan Frauendorf verdeutlichte, kann das Bauen einer Seifenkiste oder das Üben mit dem Rasentraktor auch ein Familienprojekt sein, welches man gemeinsam angehe. "Wir wollten schon 2020 teilnehmen, sagte der Syrauer, der mit Sohn Neal-Sky den bergauf führenden Slalomparcours für die Rasentraktoren fuhr. Tochter Sunny-Blue indes ging mit Schulfreund Rafael Dietzsch, der an diesem Tag auch noch sein zehntes Lebensjahr vollendete, an den Start. "Den Geburtstag haben wir extra verschoben", berichtete Mutti Stefanie Dietzsch.

Für Zuschauer regnete es Bonbons

Sie filmte das Rasentraktorrennen der Kinder, die dabei Bonbons zu den Zuschauern warfen. "Die Kinder haben es sich selbst überlegt, dass sie Bonbons verteilen wollen, so wie beim Fasching", freute sich die Syrauerin. Als jüngster Teilnehmer beim Rennen ging Willi Wagenknecht an den Start, der von seinen Eltern begleitet wurde. "Es war ganz kurzentschlossen, dass wir mitmachen", sagte der stolze Papa nach dem Rennen. Aus Trieb war die Familie nach Syrau gekommen. Otto und Franz Fröhlich aus Fröbersgrün indes sind schön ausgefuchste Seifenkistenfahrer. Die beiden Jungs schienen auch zu wetteifern, wer denn schneller in der Seifenkiste ist. Diesmal hatte Franz die Nase vorn und siegte in der Kinderwertung. Fürs Team Syrien, das auch schon beim vorigen Rennen dabei war, gingen drei Jungs an den Start.

Organisation und Moderation durch Pfarrer Kreßler

Pfarrer Michael Kreßler, bei dem die Fäden der Organisation des Seifenkistenrennens zusammenlaufen, verstand es am Start, mit viel Witz und Schlagfertigkeit die einzelnen Starter anzukündigen. Jochen Sennefeld etwa wurde zu "unserem Feuerwehrhäuptling" ernannt, und Martin Zeh vom Dorfclub Syrau "lässt nichts anbrennen. Er hat sogar sein eigenes Boxenluder dabei", so Kreßler. Die Seifenkiste indes hatte Uwe Broßmann gebaut und dem Dorfclub für alle Zeit zur Verfügung gestellt. Dafür gab es ein Dankeschön für ihn genauso wie auch für die Jugendfeuerwehr, die die Strecke abgesichert hatte. André Merz indes gab seinen Rädern mit den Händen nach Anschub, um mehr Tempo zu erreichen. An den Start ging nicht nur die älteste Seifenkiste, die von Anfang an in Syau dabei war, sondern auch ein grüner Spider, ein gelber Postwagen und mehrere Badewannen. Der absolute Hingucker aber war ein schwarzer fahrender Kasten: Auf der Märchenkiste, aus deren Fenster auf der Frontseite Stefan Lein aus Einsiedel lugte, fuhren Pittiplatsch, Schnatterinchen und weitere Figuren aus dem Märchenwald den Hang mit hinab. Lohn war der dritte Platz.

Fahrer absolvierten spaßige Parcours

Abwechselnd gingen die insgesamt 16 Seifenkisten - zehn Kinder und sechs Erwachsene - sowie die elf Rasentraktoren an den Start. Während es für erstere die Straße geradeaus bergab ging, absolvierten die Fahrer der kleinen Zugmaschinen den Hang im Slalom bergauf, wobei unterwegs ein mit Wasser gefüllter Trinkbecher aufgenommen und wieder abgestellt werden musste. Für ein Duo im Rasentraktor war dies natürlich etwas leichter umzusetzen. Einer, der sich beiden Wettbewerben stellte, war Andy Reißaus aus Syrau, der vor zwei Jahren ganz vorn lag und auch diesmal aufs Gaspedal drückte. Diesmal wurde er gleich zum zweifachen Sieger. Auch der frühere Bürgermeister Achim Schulz hatte seinen Rasentraktor fürs Syrauer Rennen vorbereitet. Michael Frisch, der amtierende Rosenbacher Ortschef, war wie der Syrauer Pfarrer als Moderator im Einsatz, er gab für die Rasentraktoren den Start frei.

Auch weitere Attraktionen lockten Besucher an

Die Syrauer konnten sich über zahlreiche Besucher zu ihrem Fest freuen, ob am Samstagnachmittag bei den Rennen oder beim Spiel der Rosenbachtaler Blasmusik. Fahrgeschäfte und Gewinnspiele lockten, auf die Kinder warteten im Höhlenpark Spiele wie der Kletterturm oder die Kistenrutsche. Die Syrauer Frauen vom Dorfclub versorgten die Gäste mit Kaffee und Kuchen. An den Abenden wurde die Freilichtbühne im neu gestalteten Höhlenpark zum beliebten Treff bei Musik und Frohsinn. Mit dem Höhlenfest hatten die Syrauer Vereine, allen voran der Dorfclub-Verein, dieses Jahr bereits das zweite Fest auf die Beine gestellt.

Die Sieger:

Rasentraktor Kinder

Collin Zimmermann

Jonas Drechsler

Neal-Sky Schuster

Rasentraktor Erwachsene

Andy Reißaus

Raiko Zimmermann

Jochen Sennewald

Seifenkisten Kinder

Franz Fröhlich

Tom Steinhäuser

Taim Khadow

Seifenkisten Erwachsene

Andy Reißaus

Frank Wunderlich

Stefan Lein