Wolfs-Expertin abberufen

Umweltzentrum Karin Hohl ist nicht mehr Leiterin im Rittergut

Oberlauterbach/Plauen. 

Oberlauterbach/Plauen. Karin Hohl ist nicht mehr Leiterin des Natur- und Umweltzentrums Oberlauterbach. Dies bestätigte die Pressestelle des Vogtlandkreises. Zu den näheren Gründen schweigt die Behörde bisher. Bekannt ist, dass die Diplomforstwirtin seit Anfang des Monats nicht mehr in ihrer Funktion als Chefin des Umweltzentrums in Oberlauterbach tätig ist.

Spezialisten gesucht

Aktuell wird die Kornbacherin von Jürgen Geiser vertreten. "Bei uns läuft alles ganz normal weiter", versicherte der Mitarbeiter des Umweltzentrums. Gegenwärtig wird das Gutshoffest am Vatertag vorbereitet. Die Stelle seiner bisherigen Chefin werde aller Voraussicht nach neu ausgeschrieben.

Laut Geiser allerdings vom Förderverein des Natur- und Umweltzentrums. Die bisherige Leiterin war als einzige Mitarbeiterin des Umwelt-Teams vom Vogtlandkreis angestellt. Nach Informationen der Pressestelle übernimmt sie dort neue Aufgaben. Denkbar wäre, dass sie sich künftig um die Borkenkäfer-Problematik im vogtländischen Forst kümmert.

Sie selbst war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Zehn Jahre leitete Karin Hohl das Umweltzentrum. Sie galt als Expertin und Ansprechpartner für Wildtiere, die in ihre ursprünglichen Lebensräume wieder einwandern. Dazu zählen Wildkatze, Luchs und Wolf.

Die Spezialistin für Rissbegutachtung leitete Projekte zum Nachweis dieser Rückkehrer. Zudem machte sich die Angestellte des Landkreises in den vergangenen Jahren für Flächen-Korridore und Biotop-Vernetzungen stark. In diesem Zusammenhang brachte sie Dialoge zwischen Landwirten, Waldbesitzern, Jägern und der Bevölkerung in Gang.