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Alte Tradition neu beleben

Vorhaben Wildenfelser wollen Schalmeien-Kapelle aufbauen

Wildenfels. 

Es ist schon eine ganze Weile her, als in Wildenfels Schalmeien-Klänge zu hören waren. Bürgermeister Tino Kögler weiß es genau: "Das letzte Mal hat die Kapelle vor 27 Jahren, 1987 öffentlich gespielt." Danach ist das Orchester verstummt. Seit dieser Zeit liegen die Instrumente brach und warten auf ihren Einsatz. Den könnten sie bald bekommen, denn in Wildenfels ist man fest entschlossen, eine neue Schalmeien-Kapelle zu formen. Einige Interessierte gibt es schon. Die treffen sich in den kommenden drei Wochen immer am Sonntag 13.30 Uhr in den Räumen der Freiwilligen Feuerwehr Wildenfels. Neugierige, die sich einbringen möchten, können gern vorbeischauen. Gunther Friedrich gehört zu den Urgesteinen der früheren Kapelle. Der heute 78-jährige Wildenfelser erinnert sich noch genau: "Angefangen mit dem Schalmeien-Spielen habe ich als Schüler in der siebenten Klasse. Die Interessierten haben sich damals regelmäßig nach dem Unterricht in der Aula getroffen und haben musiziert." Die Anfänge der Schalmeien-Kapelle beschreibt Friedrich Anfang der 50ziger Jahre. Das Ganze ging bis Ende der 80ziger Jahre. Die Wildenfelser Musiker waren selbst beim Deutschlandtreffen und bei den Weltfestspielen in Berlin dabei. "Als die Instrumente 1987/88 in die Reparatur kamen, hat das gedauert und gedauert. Und das war der Totenstoß für die Kapelle", erklärt Friedrich. "Die Schalmeien haben wir die ganzen Jahre über gehütet und sie nicht verkauft, obwohl die Nachfrage sicherlich da gewesen wäre", sagt Kögler und ergänzt: "Es ist einfach schade, wenn die Instrumente weiterhin ungenutzt herumliegen."