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Aus Zaun und Holz wird ein Kunstwerk

Kreatives Danny Reinhold setzt besondere Ideen um

Lichtenstein. 

Lichtenstein. Danny Reinhold aus Lichtenstein fiebert schon dem 3. Oktober entgegen, denn dann findet am Daetz-Centrum der diesjährige Holzkunstmarkt statt. Dort wird Reinhold sein neuestes Kunstwerk präsentieren, das eine besondere Geschichte hat. Denn nicht nur rund 500 Arbeitsstunden stecken in der Skulptur, sondern auch ein mehr als zweieinhalb Meter breites Stück DDR-Eisengitterzaun.

"Eine große Pappel stand direkt an dem Zaun und dann ist ihre Rinde immer mehr über den Zaun gewachsen", erzählt Reinhold. Schließ waren sie untrennbar miteinander verbunden, was den 45-Jährigen begeisterte. Denn er sucht stets nach besonders gewachsenen Bäumen, gern auch mit eingewachsenen Metallteilen oder Gerätschaften.

Nach Grobarbeiten mit der Kettensäge, dem nicht ganz einfachen Transport und einer längeren Trocknungszeit bearbeitete Reinhold den Stamm mit der für ihn typischen Technik. Dabei wird der Stamm ausgehöhlt und nur schmale Streben bleiben als Außenhülle erhalten. Insgesamt 390 Zellen hat das Kunstwerk.

"Die wurden alle per Hand verschliffen, das hat Wochen gedauert", sagt Reinhold, der früher im Daetz-Centrum gearbeitet hat und regelmäßig durch die Welt reist, um andere Holzbildhauer und ihre Techniken kennen zu lernen. Das Kunstwerk bekam den Namen "Nature cruzified", was soviel wie "gekreuzigte Natur" bedeutet, gemacht hat. "Kreuzigung ist die schlimmste Folter, die man sich denken kann. Was der Mensch der Natur antut, ist genauso schlimm", sagt er.



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