Bad-Zukunft ist fraglich

Positionspapier Stadtchef informiert über seine Sparpläne

Oberbürgermeister Holm Günther (Für Crimmitschau) hat ein Positionspapier an alle Bürger verschickt und auf der städtischen Homepage veröffentlicht. Der Rathauschef geht unter dem Titel "Leben in der Stadt - Leben in Crimmitschau" auch auf die Zukunft der Freizeiteinrichtungen ein. Egal ob Stadtbibliothek, Kunsteisstadion oder Theater - bei vielen Angeboten werden die Verantwortlichen der Stadt in den nächsten Jahren aus Sicht von Holm Günther nicht um eine Erhöhung der Eintrittspreise und Gebühren umhinkommen.

Besonders schlechte Karten gibt es offenbar für das Freizeit- und Erlebnisbad in Mannichswalde. Obwohl es im Sommer einen Anstieg der Besucherzahlen und der Einnahmen gab, ist die Zukunft ungewiss. "Für das Freibad und den Campingplatz sollte in den Jahren bis 2020 ein Förderverein gegründet werden, welcher das Bad analog anderer bereits in Hand von Vereinen befindlicher Bäder weiterführt", kündigt Hom Günther in seinem Positionspapier an. Dabei macht er auch auf die Kooperation mit dem Ortschaftsrat in Mannichswalde aufmerksam. Weiter heißt es im Oberbürgermeister-Schreiben: "Gelingt dies nicht, wird die Schließung wahrscheinlich." Damit liegt der Ball nun quasi bei Ortsvorsteher Gerd Neufert. "Wir müssen uns im Ortschaftsrat nun über die nächsten Schritte unterhalten", sagt Gerd Neufert. Er macht deutlich, dass die Kommunalpolitiker aus Mannichswalde dabei auch ein umfassendes Zahlenwerk zur Entscheidungsfindung benötigen. Neufert: "Zudem wollen wir uns mit den Verantwortlichen von Fördervereinen, die bereits Erfahrung beim Betrieb eines Freibades haben, in Verbindung setzen." Mit einem ähnlichen Modell wurden bisher unter anderem die Freibäder in Leubnitz und in Crossen vor dem Aus bewahrt.