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Besichtigt hier Katjes das Haribo Werk in Wilkau-Haßlau?

Haribo Beschäftigte fordern: Übernahme statt Geschenke

Wilkau-Haßlau. 

Wilkau-Haßlau. Am Dienstagvormittag besichtigte ein Investor das Haribo Werk, mutmaßlich handelt es sich hierbei um den Kaufinteressenten und Haribo-Konkurrenten Katjes. Damit könnte eine Zukunft für den Standort Wesa Wilkau-Haßlau näher rücken. Die Beschäftigten wurden über die genaueren Umstände der Begehung im Unklaren gelassen. Mit ihrem Deutschland-Chef, Andreas Patz, war die Geschäftsführung von Haribo persönlich angereist, aber nicht bereit, vor Ort Auskünfte geben.

Schnelle Entscheidung gefordert

"Es ist nicht akzeptabel, dass die Beschäftigten im Dunkeln gelassen werden. Wir brauchen Bewegung bei der möglichen Übernahme durch Katjes und eine schnelle Entscheidung. Die Beschäftigten stehen in den Startlöchern, die Süßwarenproduktion in moderner Art am Standort neu zu starten und sind bereit, den Neuaufbau nach allen Kräften zu unterstützen. Dafür muss Haribo den Weg jetzt schnell frei machen", fordert Thomas Lißner von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG).

"Geschenke können wieder mitgenommen werden"

"Übernahme statt Geschenke!" Unter diesem Motto machten Beschäftigte Druck für einen schnelle Entscheidung. Sie stellten Geschenke des Unternehmens, die sie im vergangenen Jahr erhalten hatten, vor die angereisten Haribo-Firmenwagen. "Die Geschäftsführung kann ihre Firmengeschenke wieder mitnehmen und soll stattdessen eine Unterschrift für den Verkauf an Katjes dalassen. Das ist die klare Botschaft der Beschäftigten. Dem muss Haribo jetzt nachkommen", so Thomas Lißner von der NGG.

In den zurückliegenden Tagen machen die Beschäftigten und ihre Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) erneut Druck. Unter dem Motto #SagJesHaribo fordern sie Haribo auf, zügig und konstruktiv mit Katjes zu verhandeln und einer Übernahme keine Steine in den Weg zu legen. Der Haribo-Konkurrent prüft eine mögliche Übernahme und die Produktion von vegetarischen Süßwaren am Standort.