Der Zauber der Vergangenheit

Ausstellung Marionetten im Museum Limbach Oberfrohna

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Das böhmische Marionetten-Theater ist ein Glanzstück der Ausstellung. Foto: A.Büchner

Limbach-Oberfrohna. Bei der aktuellen Sonderschau im Esche-Museum kann man eine "Zeitreise" unternehmen: Spielzeug aus den Jahren 1900 bis etwa 1960 fesselt die Blicke und verzaubert mit dem Detailreichtum. Besucher sitzen dabei besonders fasziniert vor dem böhmischen Haus-Marionetten-Theater.

Die sogenannten "Mund-Marionetten", die nach 1929 in Sokolov gefertigt wurden, sind sonst im Depot Pohl-Ströher in Gelenau zu Hause. Jetzt kommen die Limbach-Oberfrohnaer und ihre Gäste in den Genuss dieses Augenschmauses: "Bis ins erste Drittel des letzten Jahrhunderts war es üblich, dass Puppenspieler durch das Land zogen und ihre Stücke zeigten", erfährt man im Museum.

Zunächst war das Repertoire nur auf Erwachsene ausgerichtet, erst durch die Weihnachtsmärchen entdeckte man auch Kinder als Publikum. Puppen- und Marionetten-Theater gab es auch im kleineren Format für Zuhause. Die bekannteste Figur ist bis heute der Kasper, der durch seinen Witz und den Ideenreichtum die Sympathien gewinnt.

Als Gegenspieler treten häufig Hexe oder Teufel auf. Wer sich selbst einen Eindruck verschaffen möchte: Das Museum hat außer am 24., 25. und 31. Dezember täglich von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Am 28. Dezember wird ab 14.30 Uhr zum "Gemeinsam spielen" eingeladen. An diesem Nachmittag sollen die Brettspielklassiker von Einst und Jetzt im Mittelpunkt stehen. Beim Besuch der Einrichtung kann man wie gewohnt auch der Dauerausstellung einen Besuch abstatten.