Die Feuerwehr wartet auf weitere Technik

Bilanz 2018 war arbeitsreich - Bürokratie ist ein Problem

Lichtenstein. 

Lichtenstein. Die Freiwillige Feuerwehr Lichtenstein hat in ihrer Jahreshauptversammlung die Bilanz für 2018 gezogen, aber auch Wünsche und Probleme vermeldet. Die betreffen unter anderem die Technik. "Nach der Beschaffung des Einsatzleitwagens sind wir gut ausgestattet. Als nächstes brauchen wir einen neuen Mannschaftstransporter", erklärt Gemeindewehrleiter René Klein. Der aktuelle Kleinbus ist Baujahr 1994 und zeigt langsam aber sicher Altersschwäche.

Für den Ersatz haben sich die Lichtensteiner an einer Sammelausschreibung beteiligt, die allerdings in die zweite Runde gehen musste. Eine Vergabe ist bisher nicht erfolgt und auch dann wird mit Lieferzeiten von elf Monaten gerechnet. Ein Transportproblem bleibt aber auch dann bestehen. Denn die Jugendfeuerwehr ist mit 30 Mädchen und Jungen, die entsprechend des Alters in zwei Gruppen aufgeteilt sind, derart stark besetzt, dass für Fahrten nicht genügend Autos bereit stehen.

Nicht immer sind die Erwartungen der Bevölkerung zu erfüllen

Mit 136 Einsätzen war das Jahr 2018 für die Feuerwehr arbeitsreich. Gerade Unwetterereignisse sorgten für gehäufte Einsätze. Hinzu kamen einige schwere Verkehrsunfälle und Brände, bei den vor allem der Kellerbrand in der Dr.-Otto-Nuschke-Straße in Erinnerung geblieben ist. "Da mussten 14 Leute aus dem Haus gerettet werden", sagt Klein, der auch einige Sorgen hat.

Die Einsatzbereitschaft tagsüber während der Arbeitszeit ist trotz der 88 Mitglieder starken aktiven Truppe manchmal ein Problem. Demgegenüber steht eine Erwartungshaltung der Bevölkerung, die manchmal eine Art Berufsfeuerwehr erwartet, obwohl alle Kameraden ehrenamtlich arbeiten. Ein weiteres Problem ist die wachsende Bürokratie.