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DRK-Straßensammlung steht vor dem Aus: Warum lohnt es sich nicht mehr?

Kleidersammlung Menschen werfen Kleidung lieber in Container

Region. 

Region. Im Altkreis Hohenstein-Ernstthal hat die Kleidersammlung des Deutschen Roten Kreuzes Tradition. Doch die Straßensammlung steht vor dem Aus. Die Mengen gehen zurück, sodass sich die ganze Sache nicht mehr richtig lohnt. Zwei Wechselbrücken für LKW, die jeweils rund sechs Tonnen fassen, wurden zuletzt gerade noch gefüllt. In früheren Jahren waren es drei oder vier und es gab anfangs sogar noch zwei Aktionen pro Jahr im Altkreis.

Leute werfen Kleider lieber in Container

Die gesammelten Textilien kommen in eine große Sortieranlage. Das DRK bekommt je nach Menge einen Geldbetrag, der in die Arbeit der Ortsvereine fließt. Während die Resonanz bei der Sammelaktion nachlässt, ist sie an andere Stelle gewachsen. "Die Leute werfen die Kleidung lieber in unsere Kleidercontainer", sagt Anett Hilbig. Insgesamt stehen 48 Stück im Altkreis, aus den pro Woche etwa zwei Tonnen Kleidung geholt werden. Diese werden in Hohenstein-Ernstthal sortiert. Gute Textilien kommen in die eigenen Kleiderkammer, deren Stammkundschaft auf günstige Kleidung angewiesen ist. Ärgerlich ist für die Mitarbeiter und Helfer vom DRK, dass regelmäßig Unrat in den Containern landen, da es sich manche Leute bei der Müllentsorgung leicht machen wollen. Das war auch bei der Kleidersammlung am Wochenende ein Thema. Denn manche der rund 100 Helfer aus den Ortsvereinen von Hohenstein-Ernstthal, Wüstenbrand, Oberlungwitz, Gersdorf, Lichtenstein und von der Wasserwacht entdeckten ebenfalls fragwürdige Dinge bis hin zum kompletten Computer.