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Ehrenamtlerin unterstützt Limbacher Großfamilie

Menschen Wie eine siebenköpfige Familie aus Afghanistan den Lockdown erlebt

Limbach-Oberfrohna. 

Limbach-Oberfrohna. Überaus herzlich und mit einem Lächeln auf den Lippen öffnet Media Khaleqian die Tür: Die 32-jährige Afghanin lebt mit ihrem Mann und fünf Kindern in einer Wohnung in Limbach-Oberfrohna. 2015 kamen sie als Geflüchtete in Deutschland an, nach einer Odyssee vom Iran über die Türkei.

Der neue Alltag

Die Familie besitzt nicht viel, kommuniziert auf Deutsch und Persisch und muss wie die meisten Bürger des Landes derzeit ihren Alltag überwiegend zuhause gestalten. Vier ihrer fünf Kinder gehen aber normalerweise zur Schule. Vor allem die Beschulung im Wohnzimmer sei oft ein Kraftakt. "Bei den Aufgaben der Kleinen kann ich noch etwas helfen, aber die Größeren haben es schwer im Moment", sagt Media Khaleqian.

Unterstützung erfährt die Familie aus Afghanistan durch die Ehrenamtlerin Susan Küchler. Die gelernte Krankenschwester, die heute im Versicherungsbüro ihres Mannes arbeitet, ist selbst Mutter von vier Kindern. Jeden Montag besucht sie die Khaleqians. "Wir tauschen uns dann über alles Mögliche aus, gehen auch mal zusammen einkaufen oder sortieren Unterlagen", erläutert Susan Küchler.

Homeschooling für ausländische Mitbürger besonders anspruchsvoll

Die Coronakrise und das damit einhergehende Homeschooling sei für alle eine völlig neue Situation gewesen. "Die Aufgabenstellungen bei den Hausaufgaben sind für uns ja manchmal schon komplex, das können ausländische Bürger gar nicht leisten", sagt Susan Küchler.

Familie Khaleqian gehört zu derzeit 152 ausländischen Bürgern in der Stadt Limbach-Oberfrohna, die eine Aufenthaltsgenehmigung bekommen haben und bleiben dürfen. Dazu kommen 259 Männer und Frauen, die als Asylbewerber in der Gemeinschaftsunterkunft auf der Oststraße oder als Familie in den Wohnprojekten auf der Südstraße, Bernhardtstraße und Querstraße leben.