Ein Wechselbad der Gefühle

Eishockey Starker Leistung in Kassel folgt schwacher Auftritt in Crimmitschau

Crimmitschau. 

Crimmitschau. Mit zwei ganz unterschiedlichen Gesichtern haben sich die Eispiraten Crimmitschau zum Start der Pre-Play-offs in der Deutschen Eishockey Liga 2 (DEL 2) präsentiert. Sie kassierten am Sonntag vor 3128 Zuschauern im Kunsteisstadion im Sahnpark eine 1:6 (1:3, 0:3, 0:0)-Klatsche gegen die Kassel Huskies. Den Ehrentreffer erzielte Adrian Grygiel. Dagegen feierten die Westsachsen am Freitagabend einen 5:4 (1:1, 3:1, 1:2)-Sieg auswärts in Kassel. Die Crimmitschauer stellten vor allem am Ende des zweiten Drittels und zu Beginn des letzten Abschnitts die Weichen zum Sieg. André Schietzold, Patrick Pohl, Julian Talbot, Christoph Kabitzky und Vincent Schlenker trugen sich für die Eispiraten in die Torschützenliste ein.

Torhüter mit Licht und Schatten

Auch Torhüter Brett Kilar erlebt zu Beginn der Pre-Play-offs ein Wechselbad der Gefühle. Der Deutsch-Amerikaner hielt mit starken Paraden den 5:4-Sieg am Freitagabend in Kassel fest. Bei der 1:6-Heimpleite am Sonntagabend erwischte der Schlussmann einen schwarzen Tag. Zwei Gegentreffer gehen auf die Kappe des 26-Jährigen: Vor dem 0:3 kann er die Scheibe nicht festhalten. Vor dem 1:5 bleibt er zu lange auf der Linie kleben. Danach wurde Brett Kilar erlöst und von Sebastian Albrecht abgelöst. Bereits in der Hauptrunde zeigte Brett Kilar oft schwankende Leistungen. "Wir waren davon ausgegangen, dass Brett durch den starken Auftritt in Kassel das nötige Selbstvertrauen tanken konnte", sagte Trainer Daniel Naud, der diesbezüglich im zweiten Duell der Serie - wie bereits geschildert - eines Besseren belehrt wurde. Dem Coach trieb aber nicht nur die Torhüterposition einige Sorgenfalten auf die Stirn. Sein Team war vor den 3128 Zuschauern bei Kontern anfällig. Der Gegner aus Hessen legte vor allem durch schnelle und gefährliche Tempogegenstöße den Grundstein zum Sieg im Kunsteisstadion im Sahnpark. Der Eispiraten-Block mit Christoph Körner, Christoph Kabitzky und Dominic Walsh machte dabei keine gute Figur, stand bei vier von sechs Gegentreffern auf dem Eis. "Wir müssen, wenn wir die Scheibe verlieren, sofort bereit sein zum Verteidigen - auch schon in unserer offensiven Zone", forderte Daniel Naud, der auf vier Stammkräfte verzichten musste. Die Verteidiger Carl Hudson und Philipp Halbauer sowie die Stürmer Patrick Klöpper und Tobias Kircher standen nicht zur Verfügung.

Heute entscheidet sich, ob die Eispiraten ab Freitag in den Playoffs spielen. Um 19.30 Uhr treffen sie im alles entscheidenden dritten Spiel in Kassel auf die Huskies.