Eine Pilotin unter 15 Ballonfahrer-Teams

Vorgestellt Kerstin Krieche geht seit 18 Jahren in die Luft

eine-pilotin-unter-15-ballonfahrer-teams
Ballonfahrerin Kerstin Krieche. Foto: Ludmila Thiele

Zwickau. Kerstin Krieche aus Torgau war die einzige Pilotin des Zwickauer Ballonfestes am Pfingstwochenende. Ihre Begeisterung fürs Ballonfahren entflammte bei ihrer ersten Ballonfahrt, die sie von ihrem jetzigen und damals zukünftigen Mann Steffen vor 18 Jahren geschenkt bekommen hatte, erzählt die Diplom-Ingenieurin für Energietechnik.

"Davor habe ich mich aber fast zwei Jahre vor der Fahrt gedrückt. Die Fahrt über den Chiemsee war aber so geil, dass ich gesagt habe: Das müssen wir öfters machen." Gesagt, getan. Die beiden Nordsachsen haben eine Ausbildung in Bielefeld absolviert und die Privat-Piloten-Lizenz erworben. "So viel wie während dieser Ausbildung habe ich in meinem ganzen Studium nicht gelernt", sagt sie lachend. Inzwischen haben die beiden 57-Jährigen, die sich seit 40 Jahren kennen und seit 11.11.11 verheiratet sind, schon die Alpen überquert, sind in Israel und in Namibia und jetzt auch in Zwickau Ballon gefahren.

Gemeinsam kommen sie bereits auf 700 Ballonfahrt-Stunden

"Es ist schön, dass wir wenigstens am Freitag in die Luft gehen konnten. Wir hatten ein sehr nettes Paar aus Zwickau als Fahrgäste. Auch wenn es leider nur bei einer einzigen Fahrt in Zwickau geblieben ist, die Entscheidung, die Fahrten am Samstag und Sonntag abzusagen, war absolut richtig. Wir hatten trotzdem eine sehr schöne Zeit in Zwickau und haben viele nette Menschen kennengelernt. Wir Ballonfahrer sagen: Besser man ist am Boden und sagt, man wäre gern oben, als man ist oben, und wäre gern unten", sagt die Pilotin, die zusammen mit ihrem Mann bereits auf 700 Ballonfahrt-Stunden kommt.

"Es ist unsere zweite Ballonhülle", verrät sie und gibt lachend noch einen Ballonfahrer-Spruch preis: "Man kann mit dem Ballonfahren ein kleines Vermögen machen, wenn man vorher ein großes hatte".