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Eispiraten-Medienchef blickt auf die EM: "Deutschland war nicht zwingend genug"

FUSSBALL-EM Verantwortliche und Profis des Eishockey-Zweitligisten Eispiraten Crimmitschau schauen in diesen Tagen auf die Fußball-Europameisterschaften. Ein Mann, der sich mit dem runden Ball auskennt und selbst in der Kreisliga spielt, ist Medienchef Aaron Frieß. BLICK-Reporter Holger Frenzel sprach mit ihm über den bisherigen Verlauf des kontinentalen Fußballhöhepunktes.

Wie bewerten Sie den Auftritt der deutschen Mannschaft gegen Frankreich?

Frankreich war einen Tick abgeklärter und cleverer. Natürlich hatten sie beim Eigentor von Mats Hummels auch Glück, trafen danach aber je zweimal auch aus einer Abseitsposition. Deutschland war für meine Begriffe nicht zwingend genug und konnte sich trotz viel Ballbesitz nur wenige hochkarätige Chancen erarbeiten. Gegen Portugal benötigt es viel mehr Abschlüsse und noch mehr Zug zum Tor. Dann ist der erste Sieg drin. Die Qualität ist auf jeden Fall vorhanden.

 

Wer spielt um den Titel mit?

Es ist schwer einen klaren Favoriten auszumachen. Für mich gehört Frankreich ganz klar zu den Top-Team. Mit Spielern wie Mbappe, Griezmann oder Benzema sind sie sehr stark besetzt.

Auch Belgien, die Niederlande, Italien oder England können ein Wort mitreden. Deutschland ist für mich eine absolute Wundertüte - vom Verpassen der KO-Runde bis zum Titelgewinn kann alles passieren, es ist schwer hier etwas zu prognostizieren.

Wie haben Sie die Szene mit dem Zusammenbruch von Dänemarks Christian Eriksen erlebt?

Es war eine absolut schreckliche Situation. Man muss zunächst erst einmal verarbeiten, was da gerade passiert, der Schock saß sehr tief. Man ist in Gedanken natürlich sofort bei den Mitspielern sowie bei der Familie. Auf der anderen Seite hofft man nur, selbst nie so eine Situation auf dem Platz erleben zu müssen. Aus meiner Sicht hätte die Partie abgebrochen werden müssen - und zwar von der Uefa selbst.

Unter solchen Bedingungen darf ein solches Spiel nicht fortgesetzt werden. Und die Entscheidung darüber darf man auch nicht den Spielern oder Trainern überlassen, welche wenige Minuten vorher noch um das Leben eines Freundes und Mitspielers gezittert haben.

 

Pandemiebedingt wird vielerorts auf Public-Viewing verzichtet. Vermissen Sie das Mitfiebern vor einer großen Leinwand?

Ich war noch nie jemand, der große Fanmeilen aufgesucht hat.

Ich schaue viele Spiele zusammen mit Freunden, manche Partien auch mit ein paar Jungs aus meiner Fußball-Mannschaft auf dem Sportplatz.

Man muss aber auch sagen, dass das EM-Fieber noch nicht so richtig da ist. Vielleicht liegt es auch daran, dass das Turnier in vielen verschiedenen Ländern stattfindet. Um das eigentliche Spiel herum haben sich meiner Meinung nach viele Sachen nicht richtig entwickelt.

 

Wer gehört zu den (großen) Fußball-Experten im Kader der Eispiraten?

Da gibt es Einige. Ganz oben mit dabei ist André Schietzold. Aber auch Willy Rudert oder Niklas Heyer, die viel Bundesliga schauen, fallen mir ein.

Sogar der Kanadier Kelly Summers ist fußballinteressiert und wird sicherlich auch die Spiele der EM verfolgenhof



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