Er ist wieder da: Wolf bei Glauchau gesichtet!

Natur Zwischen Oberwiera und Remse streifte das Tier gestern Abend

Wolfssichtung gestern nördlich von Glauchau. Foto: privat

Oberwiera/ Remse. Schon lange gibt es Gerüchte, dass die Wölfe zurück in Sachsen sind. Bisher wurden sie ab und an von Passanten in der (Ober-)Lausitz gesehen. Nun gibt es den Beweis dafür, dass sie auf dem Vormarsch ins Landesinnere sind, denn gestern am späten Nachmittag entdeckte der Remser Einwohner Rodek L. auf dem Nachhauseweg einen Wolf am Straßenrand auf einem Feld. Zwischen den Ortschaften Remse und Oberwiera, etwa sechs Kilometer nördlich von Glauchau, befuhr er mit seinem PKW die Glauchauer Straße.

"Ein tolles Erlebnis"

"Als Erstes wurde ich von entgegen kommenden Fahrzeugen mit Lichthupen und Warnblinker auf etwas hingewiesen. Als ich näher kam, traute ich kaum meinen Augen", so der Westsachse. Begeistert fügt er hinzu: "Es war kein Hund, sondern ein waschechter Wolf. Er lief langsam neben der Straße, ließ sich aber durch die anhaltenden Fahrzeuge kaum stören. Er hielt seine Nase seelenruhig in die untergehende Sonne und lief Stück für Stück in Richtung Neukirchen/Oberwiera. Ein tolles Erlebnis für mich."

Wolfsmanagement - Wenn der Bestand unaufhörlich wächst

Wie die Frankfurter Allgemeine im Januar schrieb, würde der Wolfsbestand in Deutschland jährlich 30 bis 40 Prozent wachsen. Dabei kommt immer wieder das Thema auf, was passiert, wenn der Bestand zu weit und schnell wächst. Wie viele Wölfe kann sich Deutschland erlauben? In dieser Diskussion fällt auch immer wieder der Begriff "Wolfsmanagement". Doch was genau bedeutet das?

"Man kann die Wölfe nicht nur einfangen und woanders aussetzen. "Management" meint auch töten. Wir sollten da auch mit den Begriffen ehrlich sein. Und eine Bejagung ist auch gar nichts Ungewöhnliches. Das passiert mit Schwarzwild, mit Rotwild, warum nicht auch mit dem Wolf, wenn es der Bestand erlaubt? Eine Bestandsregulierung ist nicht verwerflich", so der Umweltminister von Niedersachsen, Olaf Lies, zur Frankfurter Allgemeine.