Flüchtlinge helfen nach Häuserbrand

FEUER Haus eines Rentner-Ehepaars wird von den Flammen vernichtet

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Das Gebäude wurde bei einem Brand zerstört. Foto: Frenzel

Meerane. Gisela und Heinz Wemme bekommen eine Welle der Unterstützung. Vor einer Woche - am 15. März - ist ihr Wohnhaus am Remser Weg in Meerane zum Opfer der Flammen geworden. Die Brandreste werden nun seit wenigen Tagen mit Unterstützung von Flüchtlingen entfernt. Junge Männer aus Afghanistan, Albanien und Syrien packen auf dem Grundstück des Rentner-Ehepaars mit an. "Das sind meine Geschwister. Oder meine Kinder", sagt Heinz Wemme mit Blick auf die fleißigen Leute. In der Vergangenheit hat der 82-jährige Rentner die Flüchtlinge beim Neustart in Deutschland unterstützt. Dadurch haben sich tiefe Freundschaften entwickelt.

Nun läuft die Hilfe in die umgekehrte Richtung. Die verkohlten Reste von Haus, Carport und Außenbereich werden mit Schubkarren in Container transportiert. Den Einsatz hat Udo Friedrich, der Hilfsprojekte in Meerane begleitet, organisiert. Offen ist bisher, wann und wo das Rentner-Ehepaar ein neues Domizil bauen kann. Dazu laufen momentan noch Gespräche. Das Feuer hat am letzten Mittwoch für einen Großeinsatz der Freiwilligen Feuerwehren gesorgt. Rund 40 Floriansjünger aus Glauchau und Meerane kämpften gegen die Flammen. Für die Brandbekämpfung wurden zwei Drehleitern eingesetzt.

Die Ermittlungen zur Brandursache dauern noch an. Vermutlich hat Heinz Wemme das Flammen-Inferno selbst verursacht, als er das Dach seines Carports erneuert hat. Dabei kam ein Gasbrenner zum Einsatz.