Friseur bietet Rasur wie zu Großvaters Zeiten

Aktion Thomas Müller aus Limbach-Oberfrohna arbeitet nach altem Handwerk

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Friseurmeister Thomas Müller lässt die Messerklinge über die Haut gleiten. Foto: Steffi Hofmann

Limbach-Oberfrohna. Früher war das ganz normal: Wenn Mann sich rasieren musste, griff er zu Pinsel, Lederriemen und Messer. Heute gibt es für die tägliche Prozedur im Bad eine Vielzahl an Rasiergeräten. "Doch die klassische Männerrasur ist wieder im Kommen", weiß Friseurmeister Thomas Müller aus Limbach-Oberfrohna. Er gibt sogar Seminare in dem alten Handwerk.

Rasur wird zum Wellness-Programm

Wer in den Genuss der etwa 25-minütigen Behandlung kommen will, der kann den Salon von Thomas Müller auf der Helenenstraße aufsuchen. Zunächst bekommt der Herr zur Reinigung dort eine warme Kompresse auf das Gesicht gelegt, anschließend erfolgt das Einseifen mittels Pinsel. Der Friseur benutzt dabei stets Exemplare mit reinem Dachshaar, das aus dem Schwanz des Tieres gewonnen wird. "Das ist am hochwertigsten", so der Fachmann.

Aufwendig aber angenehm

Nachdem das Gesicht mit weißem Schaum bedeckt ist und das Rasiermesser über einem Lederriemen geschliffen wurde, gleitet die Klinge über die Haut. "Ein sehr angenehmes Gefühl", beschreibt der Limbacher Triathlet Alexander Kunze, der die Rasur der anderen Art zum Familientag am Samstag genoss.

"Das ist wie Wellness", ergänzte er. Als alle Haarstoppeln von der Haut verschwunden waren, bekam er noch eine kurze Massage. Für die tägliche Rasur sei ihm das alles wohl zu zeitaufwendig, ergänzte er. "Aber so war es eine tolle Erfahrung.