Geht das alles noch? Uralt-Technik in Glauchau

Ausstellung Sammlung mit Unterhaltungs-Elektronik

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Uwe Pöschmann (li.) und Philipp Ullmann in ihrer Ausstellung in Glauchau. Foto: Markus Pfeifer

Glauchau. Rund 200 Geräte aus drei verschiedenen Jahrhunderten zeigen in einer kleinen Privatsammlung in Glauchau die Entwicklung der Unterhaltungselektronik. Philipp Ullmann und Uwe Pöschmann haben sie in Nebenräumen des Café Kretzschmar zusammengetragen. "Wir wollen nicht nur zeigen, sondern Technikgeschichte lebendig machen", sagt Ullmann.

Führung nach Vereinbarung

Jedoch wird es in der kleinen Ausstellung, die "UPhi´s Musikkabinett" getauft wurde, feste Öffnungszeiten nicht geben. Für Interessenten werden die beiden Macher kleine Führungen anbieten, die unter der Rufnummer 03763-3333 im Café Kretzschmar vereinbart werden können

Ein Grammophon von 1910, Musikautomaten, wie selbstspielende Klaviere, aber auch besonders exotische Musikgeräte wie eine Vogelspieluhr aus der Zeit um 1850 sind zu sehen. Auch Drehorgeln oder elektro-pneumatische Orchestrions aus der Zeit um 1900 hat Philipp Ullmann gesammelt und restauriert hat.

Alles was das Rundfunkempfänger-Herz begehrt

Uwe Pöschmann widmet sich der etwas jüngeren Vergangenheit und nennt eine Vielzahl von Rundfunkempfangsgeräten sein eigen. Der legendäre Volksempfänger, ein in Glauchau gebautes Radio von Elektro Brewko, Fernseher aus der Nachkriegszeit, das Tesla-Stereotonbandgerät B93 oder Radios der Marke Heli aus Limbach-Oberfrohna hat der Niederlungwitzer beigesteuert.

Genau wie sein Mitstreiter hat er viel Zeit in die Restaurierung der alten Technik, die einst echter Luxus war, gesteckt. Deshalb sind nahezu alle Geräte auch funktionsfähig und können den Besucher in einer Zeit entführen, als beispielsweise auf - für heutige Verhältnisse - winzigen Bildröhren schwarz-weiße Bilder flimmerten.