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Gewerkschaft macht Druck auf Haribo im Verkaufsprozess mit Katjes

Unternehmen Mit der Initiative "SagJesHaribo" soll in sozialen Medien aufmerksam gemacht werden

Wilkau-Haßlau. 

Wilkau-Haßlau. Mit einer Initiative schalten sich die Gewerkschaft NGG und die Beschäftigten des Noch-Haribos-Werkes in den Verkaufsprozess mit dem Süßwarenhersteller Katjes ein. Mit einem Bild und dem Motto #SagJesHaribo sollen sich Unterstützerinnen und Unterstützer fotografieren und am Mittwoch in den sozialen Medien zahlreiche Botschaften in Richtung des Haribo-Konzerns senden. Das Ziel: Das Unternehmen darf einem Kauf des Wesa-Werkes in Wilkau-Haßlau durch den Konkurrenten Katjes keine Steine in den Weg legen und muss eine schnelle Übernahme ermöglichen. Das Jes entspricht der englischen Ja-Version, die das Unternehmen Katjes in seiner Außenkommunikation verwendet. Angeschrieben hat die NGG auch die ostdeutschen Bundestagsabgeordneten und politischen Entscheidungsträger in Sachsen und darüber hinaus.

Nicht noch eine Industrieruine im Osten

"Wir werden den Eindruck nicht los, dass Haribo alle an der Nase herumführt: die Beschäftigten, die Politik und die Unterstützer des Werkes. Wir brauchen keine Ausflüchte mehr, sondern eine schnelle Entscheidung zur Übernahme und zur Rettung der Arbeitsplätze und des Traditionsstandortes", fordert Thomas Lißner von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). "Haribo ist gerade dabei, nicht nur im Osten, seinen Ruf zu verspielen. Wir lassen uns nicht täuschen. In dem bereits 2018 geschlossenen ehemaligen Haribo-Standort in Mainbernheim in Bayern wird bis heute nichts produziert. Wir brauchen keine weitere Industrieruine im Osten." Am Mittwoch werden Beschäftigte mit einer Fotoaktion vor dem Werk in Wilkau-Haßlau selbst eine klare Botschaft dafür senden, dass es an dem Süßwarenstandort mit über 100-jähriger Tradition weitergehen muss und sie als Belegschaft endlich Klarheit wollen.



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