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Gewerkschaft warnt vor Altersarmut - Grundrente gefordert

Sozial Mehr Rentner auf Stütze angewiesen

Zwickau. 

Zwickau. "Im Landkreis Zwickau sind, weil die Rente nicht reicht, zunehmend mehr Menschen auf staatliche Stütze angewiesen", so Volkmar Heinrich, von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG).

Heinrich sieht den Trend mit Sorge und fordert eine "rentenpolitische Kurskorrektur". Insbesondere die von der Bundesregierung angekündigte Grundrente müsse rasch angepackt werden. Die Zahl der Empfänger von "Alters-Hartz-IV" stieg innerhalb von zehn Jahren um 14 Prozent.

Ist ein würdiger Lebensabend in Zukunft möglich?

"Die amtlichen Zahlen zeigen nur die Spitze des Eisbergs. Denn sehr viele Menschen, die eigentlich einen Anspruch auf die Grundsicherung haben, schrecken aus Scham vor einem Antrag zurück", sagte Heinrich. Die von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil geplante Grundrente sieht vor, die Bezüge von Menschen, die mindestens 35 Jahre lang gearbeitet haben und bei der gesetzlichen Rente trotzdem unter die Grenze von 896 Euro kommen, um bis zu mehrere Hundert Euro im Monat aufzubessern. "Für Tausende Beschäftigte allein im Kreis Zwickau stellt sich die Frage, ob ein würdiger Lebensabend in Zukunft noch möglich ist", warnt Heinrich. Diese Sorge dürfe die Politik nicht ignorieren.

Das Bundesarbeitsministerium geht bei der Grundrente mit jährlichen Kosten von etwa fünf Milliarden Euro aus. Volkmar Heinrich: "Allein die Bankenrettung im Jahr 2008 hat den Steuerzahler rund 60 Milliarden Euro gekostet."



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