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Haribo stoppt Abbau der Maschinen in Wilkau-Haßlau

Haribo Öffentlicher Druck zeigt erste Wirkung

Wilkau-Haßlau. 

Wilkau-Haßlau. Überraschend hat Haribo den laufenden Abbau des Maschinenparkes im Wesa Werk Wilkau-Haßlau gestoppt. Bisher sind etwa die Hälfte der Anlagen demontiert und abtransportiert worden. Damit wächst die Hoffnung, dass das Unternehmen auf den zuletzt erneut gestiegenen öffentlichen Druck reagiert und ernsthaft mit dem Süßwarenkonkurrenten Katjes verhandelt. Katjes hatte Interesse an einer möglichen Übernahme des Standortes und einer Produktion vegetarischer Produkte signalisiert.

"Wir werden weiter wie Löwen kämpfen"

"Der öffentliche Druck wirkt. Statt im Höchsttempo Maschinen abzubauen, muss im Höchsttempo über eine Übernahme durch Katjes verhandelt werden. Haribo kann jetzt soziale Verantwortung übernehmen und sich in Würde aus der Region verabschieden. Wir können es nur immer wiederholen: wir brauchen schnell Klarheit. Im April greifen die ersten Kündigungen", erklärt Thomas Lißner von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). "Wir werden weiter wie Löwen kämpfen, dass der Standort fortgeführt wird. Mit Katjes haben wir einen Interessenten, der die Süßwarentradition in moderner Art fortführen könnte. Zudem sind Betriebsrat und Tarifvertrag in dem Betrieb Normalität. Das ist gerade in unserer Region nicht selbstverständlich und ein hoher Wert", so der Gewerkschafter weiter.

Aktion findet positiven Widerhall

In den zurückliegenden Tagen hatte eine Aktion der Beschäftigten und ihrer Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) unter dem Motto #SagJesHaribo öffentlichen Zuspruch gefunden und viel Widerhall in den sozialen Medien. Die Gewerkschaft fordert Haribo auf, zügig und konstruktiv mit Katjes zu verhandeln und einer Übernahme keine Steine in den Weg zu legen.