Hausmeister als Testpiloten: So zufrieden sind sie mit den E-Autos

Test 15 Tage lang im Elektrofahrzeug unterwegs

Limbach-Oberfrohna. 

Limbach-Oberfrohna. Testpiloten der ganz besonderen Art sind aktuell die Hausmeister des Limbach-Oberfrohnaer Rathauses: Bis 10. Mai dürfen sie ein Elektrofahrzeug BMW i3 auf seine Alltagstauglichkeit prüfen. Zur Verfügung stellte das Fahrzeug der Energiedienstleister enviaM, mit dem die Stadt in vielen Bereichen eine enge Zusammenarbeit pflegt.

Dietrich Oberschelp, Fachbereichsleiter Zentrale Dienste, nahm das Fahrzeug entgegen und dankte für die Möglichkeit. "Kommunen werden Vorreiter in der Elektromobilität sein. Wir schaffen deshalb die Voraussetzungen dafür, dass die Gemeinden diese testen können", sagte Marit Müller, Leiterin Kommunalbetreuung bei enviaM. Insgesamt kommen bis Ende Oktober 27 Städte, Gemeinden und Landkreise in den Genuss des elektrischen Fahrens.

Wenn die Batterie schlapp macht, springt der benzingetriebene Generator ein

Die Mitarbeiter des städtischen Gebäudemanagements Holger Schönfeld, Jens Baldauf und André Neuhaus wurden in die Technik eingewiesen und absolvieren nun 15 Tage lang Fahrten im Stadtgebiet mit dem Stromer. Aufgeladen wird dieser über eine spezielle Ladestation in der Garage innerhalb von rund vier Stunden. Für den Fall, dass die Batterie unterwegs schwach wird, hat der i3 einen benzingetriebenen Generator, der wie ein Notstromaggregat arbeitet und die Batterie speist. Im Normalfall hält diese bis zu 250 Kilometer durch und ermöglicht bei einer Beschleunigung von 8,1 Sekunden von Null auf Hundert eine Höchstgeschwindigkeit von 150 Kilometer pro Stunde.

"Natürlich ist es erst einmal gewöhnungsbedürftig, aber das Auto fährt sich gut und es ist eine neue Erfahrung", meinten die Hausmeister nach der ersten Woche. "Für Fahrten innerhalb der Stadt, wie es bei uns der Fall ist, ist es gut vorstellbar." Im Schnitt sind die Männer am Tag rund 100 Kilometer per Auto unterwegs, fahren nach Bedarf alle Rathäuser, Schulen oder Museen an.