Hier klemmts am Gymnasium

Bildung Rund 600 Mädchen und Jungen beteiligen sich an Umfrage

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Leon Köhler ist Schülersprecher am Gymnasium. Foto: Frenzel

Die Ergebnisse einer Umfrage zeigen, wo am Julius-Motteler-Gymnasium in Crimmitschau die Säge klemmt. Daran haben sich rund 600 Mädchen und Jungen beteiligt. Schülersprecher Leon Köhler hat die Auswertung im Internet veröffentlicht. Sie soll zudem für Gespräche mit Schulleitung und Stadtverwaltung genutzt werden. "Die Schüler schilderten ehrlich und konstruktiv, was sie stört. Es gibt hilfreiche Verbesserungsvorschläge. Das ist eine gute Arbeitsgrundlage für den Schülerrat", sagt Leon Köhler.

Der Unterricht findet in zwei verschiedenen Häusern am Westberg und an der Lindenstraße statt. Deshalb gab es hinsichtlich der Ausstattung, für welche die Stadtverwaltung verantwortlich ist, unterschiedliche Hinweise. Im Gymnasium am Westberg, wo die Fünf- bis Achtklässler lernen, wurden die Farblosigkeit und Sterilität der Unterrichtsräume, die Lautstärke der Lautsprecher und die Umkleideräume in der Turnhalle kritisiert. Zudem haben die jungen Leute eine Aufwertung des Pausenhofes vorgeschlagen. Im Hinblick auf das Gebäude an der Lindenstraße gab es Kritik an der oftmals zu geringen Größe der Klassenzimmer. Dazu haben die Schüler in der Umfrage unter anderem die kaputten Polyluxe, fehlende Chemikalien, kaputte Computer im Clubraum und veraltete Lehrbücher aufgezählt. Die jungen Leute wünschen sich an beiden Standorten einen kostenlosen WLAN-Hotspot. Zudem werden am Westberg eine überdachte Bushaltestelle und eine Dauerbesetzung des Sekretariats gefordert. Im Haus an der Lindenstraße geht es im Speiseraum sehr eng zu. Für die 60 Schüler, die Mittag essen, stehen nur 30 Plätze zur Verfügung. "In der Auswertung fiel uns besonders auf, dass es kaum extravagante Wünsche unter den Schülern gab. Wir konnten erkennen, dass die Schüler mit der Bildungseinrichtung grundsätzlich zufrieden sind und nur die konkreten Punkte bemängelt werden", sagt der Schülersprecher. In der Vergangenheit wurden bereits ähnliche Umfragen am Julius-Motteler-Gymnasium durchgeführt. Leon Köhler und seine Mitstreiter haben die Ergebnisse nun aber zum ersten Mal öffentlich gemacht.