Hobbybrauer huldigen ehemaliger Brauerei

Bier Zwei Ethusiasten brauen Kirchberger Craftbeer

hobbybrauer-huldigen-ehemaliger-brauerei
Kirchberger Craftbeer in der "Heckel Edition" fand auf dem Altstadtfest in Kirchberg viele Anhänger. Foto: Nicole Schwalbe

Kirchberg. Fünf junge Männer haben ihr Hobby zu einem der schönsten Nebenberufe der Welt gemacht: Sie sind seit zwei Jahren Bierbrauer. Martin Albert und Tony Weißbach stehen mit ihren neu gestalteten Schürzen passend zu ihrem selbstgebrauten Pils "Heckel Edition" an ihrer Brauanlage im Kirchberger Museum

Vor zwei Jahren find alles an

Bernd Tschöpe, Eric Solbrig und Falco Walther stemmen den Verkauf, denn das Bier der "Kirchberger Craftbeer GbR" ist auf dem Kirchberger Altstadtfest sehr beliebt. "Vor zwei Jahren haben wir mit dem Brauen angefangen und schließlich die Kirchberger Craftbeer GbR gegründet", erzählt Tony Weißbach.

Aus ihrer Entwicklungsanlage heraus verkaufen die jungen Männer das Pils, welches zuvor in der Zwönitzer Brauerei gebraut worden ist. "Solche großen Mengen könnten wir sonst in unseren kleinen Brauanlagen nicht stemmen, daher haben wir auf die Räumlichkeiten etablierter Brauereien zurückgreifen müssen", so Weißbach. Noch hat die junge Brauerei keinen Dauerbetrieb und ist nur auf wenigen Veranstaltungen der Region zu finden.

Eine Sonderedition zum Jahrestag

Tino Fäustel vom Heimatverein ist selbst Hobbybrauer und unterstützt mit Rat und Tat. Anlässlich des 150. Jahrestages der ehemaligen Brauerei "Heckel" gab die Kirchberger Craftbeer nicht nur eine Sonderedition hellen Pilsner Biers heraus, Fäustel selbst hat eine 36-seitige Broschüre zum Abriss der Geschichte der "Heckel-Brauerei" herausgebracht.

Denn die Tuchmacherstadt Kirchberg hatte bereits im Jahre 1867 die "Felsenkeller-Brauerei" im Ortsteil Burkersdorf. Im Jahr 1972 wurde die Brauerei als "VEB Felsenkeller-Brauerei Burkersdorf-Kirchberg" Volkseigentum. Versorgungspolitiker leiteten zum Ende der 80er Jahre die Schließung der einstigen Heckel-Brauerei ein. Das Ende der Brauerei war also schon vor der Wende absehbar.



Bewerten Sie diesen Artikel:1 Bewertung abgegeben