Jetzt oder nie! Leutersbacher fordern besseren Lärmschutz

Brücke Scheppern und Rollgeräusche nerven Anwohner

Leutersbach. 

Leutersbach. Wer in Leutersbach nahe der zur Ortsumfahrung Kirchberg gehörenden Brücke wohnt, hat kaum noch eine ruhige Minute. Laute Rollgeräusche und das permanente Schlagen, sobald größere Fahrzeug über die metallenen Dehnungsfugen rollen, ist für sie leidiger Alltag. Am Wochenende oder nach Feierabend gemütlich im Garten sitzen, das gehört für die Betroffenen seit der Eröffnung der Straße ebenso der Vergangenheit an, wie das Schlafen bei offenem Fenster.

Lärmschutz nicht an Höhe angepasst?

Eine 15-köpfige Bürgerinitiative macht schon seit einiger Zeit gegen den Lärm mobil. Tempo 100 sind im Bereich der Brücke erlaubt. "Wenn es nur 30 Kilometer pro Stunde weniger wären, würde das garantiert schon helfen. An anderen Abschnitten der Umgehungsstraße geht das auch. Warum nicht hier bei uns", fragt Ronald Neef, einer der Sprecher Bürgerinitiative. Auch Steffen Päßler - er wohnt nur gut 60 Meter von der Brücke entfernt - gehört zu den Leidtragenden. Er berichtet, dass die neu gebaute Trasse für einige Zweiradfahrer eine beliebte Rennstrecke ist. "Beim ersten Mal fahren sie vorschriftsmäßig, um zu schauen, ob geblitzt wird. Danach wird mit dröhnenden Motoren gerast." Die Lärmschutzmaßnahmen an der Brücke halten die Leutersbacher für unzureichend. Sie wissen, dass die Brücke ursprünglich viel höher werden sollte. "Möglicherweise wurden der Lärmschutz nicht an die geringere Höhe der Brücke angepasst", vermutet Anwohner Michael Goldberger.