Kaiserliche Unterwäsche in Hohenstein-Ernstthal

Museen Depots des Textilmuseums sind am nächsten Sonntag für Besucher zugänglich

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Marina Palm zeigt im Museumsdepot Unterwäsche, die für den Kaiser gefertigt wurde. Foto: Markus Pfeifer

Hohenstein-Ernstthal. Am 21. Mai findet der internationale Museumstag statt, an dem sich auch das Textil- und Rennsportmuseum Hohenstein-Ernstthal beteiligt. Von 10 bis 18 Uhr ist neben dem Blick in die Ausstellungen zur Textilgeschichte und zum Sachsenring auch eine Sonderaktion geplant. "Besucher können sich die neuen Depoträume anschauen", sagt Museumschefin Marina Palm.

Echte Raritäten

In mehr als 1000 Kartons lagern hier Teile der wertvollen Museumssammlung. Dazu gehören auch Raritäten wie Seidenunterwäsche, die in der Zeit um 1910 bei der Firma Wilhelm Bahner in Oberlungwitz für den deutschen Kaiser Friedrich Wilhelm II. gefertigt wurde. Historische Sofas sollen zeigen, wie vielseitig die Möbelstoffproduktion war. Außerdem wird ein originaler Friseursalon aus Ernstthal aus dem Jahr 1927 präsentiert.

Aktionen zum Reformationsjubiläum

Auch das Stadtmuseum Lichtenstein beteiligt sich am Museumstag ist von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Unter anderem wird die Sonderausstellung zum Reformationsjubiläum "Man soll feiern um Gottes Willen - 500 Jahre Reformation 1517-2017" gezeigt.

Ab 16 Uhr gibt es eine Gesprächsrunde in der Ausstellung unter dem Motto "Spurensuche. Mut zur Verantwortung". Dabei soll der Frage "Was bedeutet Reformation heute und welche Rolle spielt die Kirche im gesellschaftlichen Leben der Stadt?" nachgegangen werden. Teilnehmer sind der Lichtensteiner Pfarrer Reiner Mitzschke und Roland Kutsche (Pfarrer für Gemeindeentwicklung und Mission im Kirchenbezirk) sowie ein Vertreter der politischen Gemeinde.