Krippenspiele haben eine lange Tradition

Weihnachten Klassische und moderne Inszenierungen locken die Massen in die Kirchen

Region. 

Region. Eine Vielzahl von Krippenspielen wird am 24. Dezember in der Region zu sehen sein. Mit kleinen oder größeren Aufführungen wird die biblische Geschichte von der Geburt Jesu thematisiert. Sie ist der Anlass für das Weihnachtsfest, das für die Christen zu den wichtigsten Festen im Kirchenjahr gehört. Hirten, Engel, die Weisen aus dem Morgenland sowie Maria und Josef mit dem Jesuskind gehören zu fast allen Krippenspielen.

In Oberlungwitz haben Mitglieder des Kreises Junger Erwachsener, Eltern und Kinder wieder ein klassisches Stück einstudiert. Für den Altarplatz der St. Martinskirche wurde sogar die Kulisse eines Stalles nachgebaut. Das Krippenspiel in Oberlungwitz wird in der Christvesper ab 15 Uhr gezeigt. Am 5. Januar wird es im Gottesdienst ab 17 Uhr wiederholt, was ein Geheimtipp für Besucher ist. Denn dann ist das Gotteshaus nicht so überfüllt, wie es am 24. Dezember der Fall ist.

Unveränderte Vorstellung seit 1920

Proppevoll ist am Heiligen Abend auch die Gersdorfer Marienkirche. Hier gibt es eine Tradition, die jedes Jahr bei zwei Durchläufen der Christvesper das Gotteshaus füllt. Denn die Gersdorfer Inszenierung der Geschichte von der Geburt Jesu entstand in den 1920er Jahren und wird seither nahezu unverändert gespielt. Vor allem der Gesang der zahlreichen Engel und Hirten, die im sehenswerten Altarbereich der Marienkirche singen, sorgt für ein ganz besonderes Flair. Dafür haben viele junge Leute aus dem Ort geprobt.

Anderorts werden auch moderne Krippenspiele gezeigt, die jedes Jahr variieren. Manchmal ist sogar Zeit- und Gesellschaftskritik in den Stücken versteckt. Die Geschichte der Krippenspiele reicht weit zurück. Bereits im Jahr 1223 soll es erste Aufführungen dieser Art gegeben haben.