Landesbischof schnuppert Wirtschaftsluft

Besuch Kirchenvertreter unternimmt Abstecher zu Friweika in Weidensdorf

Weidensdorf. 

Weidensdorf. Eher ungewöhnlichen Besuch durfte Marko Wunderlich, stellvertretender Vorstandsvorsitzende der Friweika eG, am Donnerstag im Unternehmen begrüßen. Carsten Rentzing, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, unternahm gemeinsam mit weiteren Kirchenvertretern einen Abstecher in den Firmensitz des Herstellers verschiedenster Kartoffelprodukten. Marko Wunderlich: "Es war für uns schon ein wenig überraschend, dass ein so hochrangiger Würdenträger der Kirche bei uns vorbeischauen wollte. Auf der anderen Seite freuen wir uns natürlich, wenn sich Vertreter aus diesem gesellschaftlichen Bereich für unsere Belange interessieren."

Betriebsbesuche sind durchaus üblich

Für den Bischof gehören derartige Unternehmensbesuche zum üblichen Jahresprogramm. "Ich halte diese Abstecher in die Wirtschaft für gut und wichtig. Dadurch können wir die Arbeitswelt auch außerhalb unserer kirchlichen Strukturen besser kennenlernen, Erfahrungen sammeln und in einer ungezwungenen Atmosphäre interessante Gespräche führen", machte Landesbischof Carsten Rentzing das Anliegen der "Hausbesuche" am Arbeitsort deutlich. Die Organisation die Betriebsbesuche liegt in den Händen der Kirchlichen Männerarbeit. Zum Programm gehörte am Donnerstag nicht nur ein Vortrag zum Unternehmen, seiner Geschichte und der Produktpalette. Während eines Rundgangs erfuhren die Gäste zudem Wissenswertes über die Produktionsabläufe. Zum Beispiel den Weg, den die Kartoffel bis zur fertig verpackten Kloßmasse zurücklegt.

Das Unternehmen Friweika wurde 1970 gegründet. Beim Produktionsprofil steht die ganzheitliche Verwertung der Kartoffel von regionalen Erzeugern aus Mitteldeutschland im Fokus. Derzeit sind am Standort Weidensdorf rund 350 Frauen und Männer beschäftigt.