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Landwirte bangen: Kommt der Dürresommer 2.0?

Ernte Wintergerste und Grassamen werden von den Feldern geholt

Bernsdorf/Gersdorf. 

Bernsdorf/Gersdorf. Die Herausforderungen für die Landwirtschaft sind auch in diesem Jahr groß. Bange Blicke richten sich auf die Wettervorhersage, denn dort wo Kartoffeln oder Mais angebaut werden, wäre nach dem trockenen Juni Regen dringend nötig. Doch der ist bis auf weiteres nicht in Sicht, sodass schon jetzt Erinnerungen an den Dürresommer 2018 aufkommen.

"Es könnte wieder kritisch werden", sagt Grellmann, Vorstandsvorsitzender der Agrargenossenschaft Lungwitztal. Die Feuchtigkeit in den oberen Bodenschichten, die dank der Niederschläge im Mai noch vorhanden war, ist beinahe aufgebraucht. Tiefer in der Erde ist es schon seit dem vergangenen Jahr viel zu trocken, da das Niederschlagsdefizit nicht ausgeglichen werden konnte. Experten zufolge wären fünf Monate mit überdurchschnittlichen Niederschlägen nötig, damit sich die Bodenfeuchte insgesamt wieder normalisiert.

 

Wintergerste konnte schon geerntet werden

 

In den vergangenen Tagen spielte den Landwirten die Trockenheit zumindest etwas in die Karten. Die Wintergerste konnte bei guten Bedingungen geerntet werden, allerdings wurde die Kornausbildung bereits von der Trockenheit beeinträchtigt. Auch der Erntezeitpunkt zeugte vom heißen und trockenen Wetter, denn normalerweise wird die Wintergerste erst Mitte Juli von den Feldern geholt. "Dieses Jahr kommt es zu Überschneidungen mit der Grassamenernte", sagte Grellmann. Die Grassamenvermehrung gewinnt bei der Agrargenossenschaft an Bedeutung, da damit gute Erträge zu erwirtschaften sind. Rund 600 Hektar Land werden so genutzt.

Durch die Erntezeit und den damit verbundenen Einsatz von großen Mähdreschern und Traktoren, kann es auf den Straßen zu Behinderungen kommen, denn die Geräte müssen zu den Feldern und die Ernte in die Lagerhäuser, zum Beispiel beim Getreidehandel in Bernsdorf. Die Landwirte appellieren an die Verkehrsteilnehmer, das nötige Verständnis aufzubringen und notfalls etwas Geduld zu haben. Nicht angesteuert werden kann am Wochenende das Getreidelager an der Goldbachstraße, denn die ist aufgrund des Motorrad Grand Prix auf dem Sachsenring genau wie andere Straßen gesperrt.



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