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Lichtenstein: Fahrer rast auf Polizist zu - Beamter springt zur Seite

Blaulicht Gegen den 30-Jährigen wird wegen versuchten Totschlags ermittelt

Lichtenstein. 

Lichtenstein. Nach ersten Informationen kam es am Dienstagabend in Lichtenstein aus bisher unbekannten Gründen zu mehreren Polizeieinsätzen an mehreren Straßen. Ob es dahingehend einen Zusammenhang gibt, kann zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden. Eine der Einsatzstellen war auf der Hartensteiner Straße. Dort wurde ein Teil der Straße gesperrt. An der zweiten Einsatzstelle auf der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße waren, nach ersten Angaben, mehrere schwer geschützte und bewaffnete Polizisten sogar mit schweren Schutzschild im Einsatz. Nach deren Einsatz war ein Spurenhund an einen PKW Ford Geländewagen im Einsatz. Danach hat die Polizei den Ford abschleppen lassen.

Polizeiliches Update, Mittwoch, 3. Februar, 10.30 Uhr:

Am Dienstagabend gegen 18 Uhr beabsichtigte ein Polizeibeamter, im Rahmen einer allgemeinen Verkehrskontrolle, einen Ford an der Hartensteiner Straße in Lichtenstein anzuhalten und dessen zunächst unbekannten Fahrer einer Kontrolle zu unterziehen. Der Fahrzeugführer verlangsamte seine Fahrt erst, beschleunigte anschließend wieder und hielt direkt auf den Beamten zu. Nur durch einen Sprung zur Seite konnte sich der Polizist retten. Er gab drei gezielte Schüsse aus seiner Dienstwaffe auf den Ford ab, um dessen Weiterfahrt zu verhindern. Dabei wurde das Fahrzeug im Bereich des Tanks getroffen und verlor Kraftstoff. Dennoch konnte der Fahrer mit dem Fahrzeug entkommen.

Daraufhin wurden im Stadtgebiet von Lichtenstein sofort umfangreiche Fahndungsmaßnahmen eingeleitet. Polizeibeamte fanden den Ford gegen 20 Uhr nahe eines Garagenkomplexes an der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße verlassen auf. Die weiteren Ermittlungen führten zu einem 30-Jährigen, der in der Folge in seiner Wohnung angetroffen wurde. Ein bei ihm durchgeführter Atemalkoholtest verlief negativ. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft ist der 30-Jährige vorläufig festgenommen und der Ford beschlagnahmt worden.

Nach erneuter Prüfung am Mittwochmorgen entschied die Staatsanwaltschaft Zwickau, dass derzeit keine Gründe für eine Haft vorliegen, insbesondere keine Fluchtgefahr. Demnach wird der 30-Jährige am Mittwochvormittag aus dem polizeilichen Gewahrsam entlassen. Gegen ihn wird nun wegen versuchten Totschlags ermittelt. Weitere Untersuchungen werden durchgeführt. Zeugen, die sachdienliche Angaben zum Sachverhalt machen können, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei in Zwickau zu melden, Telefon 0375/(428 4480.

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