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Malimo: Von lustigen und schweren Zeiten

Erinnerungen Heinrich Mauersberger durch Zeitzeugen gewürdigt

Limbach-Oberfrohna. 

Limbach-Oberfrohna. Vor allem für die mittlere bis ältere Generation in der Stadt und der Umgebung ist der Name bis heute ein Begriff: Malimo. Auch der Name seines Entwicklers, des 1982 verstorbenen Heinrich Mauersbergers, kennt in diesen Jahrgängen so gut wie jeder - und mancher hat noch ein Küchen- oder Handtuch aus dem speziellen Gewirk im Schrank oder im Gebrauch.

Was für interessante Geschichten es rund um den Tüftler gibt, ahnten wohl nur wenige, wussten nur die Wegbegleiter - und von denen gibt es nicht mehr so viele. Umso schöner war es, als auf Initiative des Esche-Museums neben Mauersbergers Witwe auch Zeitzeugen bei einem Vortragsabend zu Wort kamen. Die Anekdoten, die dabei erzählt wurden, ergänzen die aktuelle Schau des Museums.

Lisa Mauersberger, die sechs Jahre an der Seite des Malimo-Erfinders verbrachte, fand nur gute Worte für den Mann, mit dem sie und ihre beiden Kinder im Gartenhaus in Bestensee bei Berlin lebte. Ihre lebhafte Erzählweise faszinierte die Zuhörer und ließ Mauersberger in einem ganz neuen, privaten Licht erscheinen. Dieter Erth und Peter Zeisberg berichteten als Weggefährten und Textilindustrie-Experten, dass neben dem Drang, alles noch weiterentwickeln zu wollen, der Malimo-Erfinder stets an das Wohl der Mitarbeiter dachte. Besonders von der Ferienwohnung in Prerow, wo die Mauersberg-Familie Gäste gratis wohnen ließ, kam manche Erinnerung zutage.

Auch aus dem Publikum gab es Wortmeldungen, besonders die Erinnerungen Eberhard Aurichs berührten. Der 87-jährige berichtete, welch schwere Zeiten Mauersberger hatte, auch, weil er kein Mitglied der Partei werden wollte. Aurich hatte die Malimo-Enwicklung von Anfang an mitbegleitet und war bis zuletzt Freund der Familie. Extra für den Abend hatte er seine Erinnerungen notiert. Vor allem Lisa Mauersberger war sichtlich bewegt. Am Ende bekam das Museum ein Geschenk: Ein Malitex-Küchentuch, auf dem sich Autogramme wie zum Beispiel von Frank Schöbel befinden.



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