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Meerane startet neues Jahr mit Vier-Millionen-Projekt

Förderung Brache wird dem Erdboden gleich gemacht

Meerane. 

Meerane. Noch im Dezember hatte der Stadtrat in Meerane auf Drängen von Bürgermeister Lothar Ungerer über den Haushalt beraten. Auch im Haushalt verankert, der Auftrag zum Abbruch der letzten großen Brache auf Meeraner Flur. Er wurde per Beschluss vom 15. Dezember vergeben und erstreckt sich vorerst auf einen Teil.

Abrissarbeiten haben begonnen

Eine Firma aus Schmoelln hat diesen Zuschlag dafür erhalten und nun zu Beginn dieser Woche damit begonnen die erste Halle abzureißen. Diese Halle steht im hinteren Bereich, gleich neben Lidl und Co. und diente 2013 sogar schon einmal für Elefanten als Winterquartier. Die komplette Maßnahme kostet 3,9 Millionen Euro. Davon erhält die Stadt Meerane vom Freistaat und dem Efre-Programm der Europäischen Union 3,12 Millionen als Fördermittelbetrag. Der komplette Auftrag an der Äußeren Crimmitschauer Strasse lautet insgesamt auf Abbruch, Entsorgung und der danach erfordlichen Geländeprofilierung der ehemaligen Segeltuchfabrik. Später firmierte der Standort als Technische Textilien und nach der Wende erhielt er seine letzten Namen, Drews Werke Meerane.

Der neue Meeraner Park

Nach dem Abbruch wird eine große Freifläche entstehen. Dort wird perspektivisch der neue Meeraner Park angelegt. Die alten gelben Gebäude welche in Richtung Innenstadt den großen Hallen folgen, bleiben auf Grund der Forderung des Denkmalschutzes erhalten.

Hierfür gibt es bereits vereinzelt konkrete Nachnutzungspläne. So soll dem Verein "Intertrab" aus Zwickau eine neue Bleibe angeboten werden. Rund 1200 Quadratmeter sollen es werden. Doch bevor es ein Trabant Museum in Meerane geben kann, vergehen noch rund 3 bis 4 Jahre. Die Mannschaft um Wolfgang Kiessling dem Vereinsvorsitzenden macht derzeit dazu die ersten Hausaufgaben. Aktuell wurde ein Förderantrag gestellt der auf Realisierung und Konzeption bei der sächsischen Staatsregierung auf einen positiven Bescheid hofft.

Große Mengen Wismutschotter unter den Hallen vermutet

Die Flächen selbst werden später mit einem zweiten Teil vergeben und hergestellt. Die Vergaben für Teil 2 werden später getätigt. Hier werden dann noch einmal Summen von rund 980.000 Euro ausgeben. Für Anlagen mit Wasserflächen, sowie Pflanzungen, Wege und Funktionales wird dieser Betrag benötigt. Wann die Arbeiten vom ersten Teil abgeschlossen werden, steht nicht im dem Beschluss vom 15. Dezember 2020. Doch die Aufgabe ist eine Herausforderung für die Ausführenden. So sollen auch rund 50.000 Kubikmeter Wismutschotter unter den großen Hallen liegen.