Menschen mit Handicap stehen im Mittelpunkt

Beruf Arbeitsagentur und Jobcenter beteiligen sich an bundesweiter Aktionswoche

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Foto: Getty Images/annebaek

Zwickau. Menschen mit Handicap stellt die Bundesagentur für Arbeit in den Mittelpunkt ihrer 7. bundesweiten Aktionswoche "Menschen mit Behinderung". Bis Freitag werden die Vermittler des Rehabilitanden- und Schwerbehindertenbereichs sowie des gemeinsamen Arbeitgeber-Services von Arbeitsagentur und Jobcenter Zwickau verstärkt Arbeitgeber über Beschäftigungsmöglichkeiten informieren. Im Zwickauer Agenturbezirk waren im Oktober 741 Frauen und Männer mit einer Behinderung arbeitslos, das sind 8,7 Prozent aller 8.553 Arbeitslosen.

Zwickau steht im Vergleich zum bundesweiten Durchschnitt gut da

Im Jahresdurchschnitt 2016 waren 7,1 Prozent aller Arbeitslosen im Landkreis Zwickau schwerbehindert. "Unter den 741 arbeitslosen Menschen mit Handicap im Landkreis gibt es einen hohen Anteil, der neben beruflichen Fachkenntnissen über ein hohes Maß an Motivation verfügt. Arbeitgeber sollten sich genau dieses Potenzial nicht entgehen lassen", sagen Zwickaus Agenturchef Andreas Fleischer und Zwickaus Jobcenter-Chefin Michaela Ungethüm.

Mit einer Arbeitslosenquote von 5,1 Prozent steht der Agenturbezirk Zwickau im bundesweiten Vergleich recht gut da. 2.522 offene Stellen sprechen eigentlich für eine gute Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt. Und dennoch wünschen sich Fleischer und Ungethüm, "dass auch die schwerbehinderten Arbeitslosen bei Einstellungen eine größere Beachtung finden".

Weiterhin Aufklärungsarbeit betreiben

Nicht selten denken Personalentscheider bei der Einstellung von Menschen mit Handicap an Rollstühle und an dadurch notwendig werdende Umbauten im Unternehmen. "Viele gesundheitliche Einschränkungen sind im Arbeitsleben kaum spürbar, und für die meisten Handicaps gibt es gute Hilfsmittel, die eine Berufstätigkeit unterstützen. Dazu wollen wir weiter Aufklärungsarbeit leisten", sagen Ungethüm und Fleischer.

Es gibt eine Fülle von Unterstützungsleistungen und Hilfen, die betroffene Menschen und interessierte Arbeitgeber nutzen können, wenn es um die Besetzung eines Arbeitsplatzes geht. Gemeinsam sei bei der Integration Behinderter sehr viel mehr möglich. "Es ist uns ein wichtiges Anliegen, Arbeitgeber umfassend über die Möglichkeiten und Chancen einer Einstellung von Bewerbern mit Handicap zu informieren - immer und immer wieder"", so Fleischer und Ungethüm. lut