Neue Berufsperspektiven

Initiative Rund 170 Berufe werden morgen in der Stadthalle vorgestellt

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Annelies Berthel (li.) und Steffi Barth möchten das Image der Textilindustrie verbessern. Foto: abu

Hohenstein. Wenn heute zahlreiche Personalchefs, Unternehmer und Fachleute in der Stadthalle zu Gast sind, kann das nur eines heißen: Die jährliche OB-Ausbildungsinitiative richtet sich wieder an künftige Schulabgänger, aber auch an alle Erwachsenen, die sich beruflich neu orientieren wollen. Rund 70 Aussteller haben sich angemeldet, die mehr als doppelt so viele Berufsbilder vorstellen werden.

Besucher der vergangenen Messen hatten zumeist die entspannte Atmosphäre gelobt, in der man in so kurzer Zeit viele Kontakte knüpfen kann. Gleichzeitig ist es aber auch eine Chance für diverse Branchen, mit falschen Vorstellungen aufzuräumen: "Inzwischen fehlen in verschiedenen Berufszweigen die Lehrlinge, aber die Textilindustrie ist ganz besonders betroffen", hatte Annelies Berthel vom Verband der Nord-Ostdeutschen Textilindustrie 2016 geschildert. "Leider hat die Bekleidungsbranche unverändert mit einem schlechten Ruf zu kämpfen, der auf längst überholte Erfahrungen aus DDR- und Nachwendezeit zurück geht. Stattdessen hat man gerade hier heute ganz viele Perspektiven."

An Stand 6 wird sich ein Firmenverbund präsentieren: Die Limbacher Oberflächenveredlung, Apparate-Maschinen-Systeme-Technology, die Omega-Blechbearbeitung und Antares möchten aufzeigen, welche Berufsausbildungen in der Stadt möglich sind: "Die unterschiedlichen Ausbildungen dauern drei bis dreieinhalb Jahre", erklärt Uwe Jentsch, Geschäftsführer der Limbacher Oberflächenveredelung. "Voraussetzung ist ein Oberschulabschluss sowie ein gutes technisches Verständnis. Wichtiger als Bestnoten sind uns aber Motivation und Teamgeist und der Wunsch, sich in der Praxis zu bewähren."