Neuer Partner: Mehr Händler für Crimmitschau

Handel Deutsche Marktgilde übernimmt die Organisation der Märkte

neuer-partner-mehr-haendler-fuer-crimmitschau
Von der Umstellung erhofft sich die Stadt, dass mehr Händler kommen. Foto: Thomas Michel

Crimmitschau. Die Händler, die auf Frisch- und Monatsmärkte in Crimmitschau kommen, erhalten ab 1. April einen neuen Ansprechpartner. Die Stadtverwaltung, die sich bisher selbst um die Organisation gekümmert hat, gibt die Aufgabe in private Hände. Der Stadtrat entschied sich für eine Zusammenarbeit mit der Deutschen Marktgilde. Sie setzte sich gegen die Kreativwerkstatt von Jeanette Jacob aus Crimmitschau, die ebenfalls Interesse an der Konzession angemeldet hatte, durch. Bei der Abstimmung im Stadtrat enthielten sich alle fünf Linken-Vertreter. "Wir hätten gern die lokale Alternative bevorzugt", begründete Stadtrat Peter Horn (Linke).

Marktgilde übernimmt die Organisation

Die Marktgilde, die ihren Sitz im hessischen Eschenburg hat, betreut bereits in rund 120 Städten die Markttage. In Westsachsen ist sie unter anderem in Zwickau, Glauchau, Hohenstein-Ernstthal und Limbach-Oberfrohna präsent. Die Mitarbeiter des Fachbereichs für Kultur-, Sport- und Freizeitstätten der Stadtverwaltung haben sich vor der Entscheidung bei Händlern und Kommunen erkundigt. Sie hätten laut Beschlussvorlage "die Marktgilde uneingeschränkt weiterempfohlen." Aus zwei Gründen gibt die Stadtverwaltung in Crimmitschau die Aufgabe in private Hände: Das Marktwesen ist ein Zuschussgeschäft. Die Einnahmen aus den Standgebühren betragen rund 18.000 Euro im Jahr. Die Personalkosten belaufen sich auf rund 22.000 Euro im Jahr.

Innenstand soll belebt werden

Zudem soll sich die Anzahl der Händler, die auf den Markt kommen, erhöhen. "Und damit auch zur Belebung der Innenstadt beitragen", sagte Oberbürgermeister André Raphael (parteilos). Der Vertrag mit der Marktgilde hat eine Laufzeit von drei Jahren und kann optional noch einmal um zwei Jahre verlängert werden. Allerdings ist auch ein Sonderkündigungsrecht, was beide Seiten im Frühjahr 2019 ziehen können, verankert. "Nun muss sich in der Praxis zeigen, ob die Marktgilde für uns ein guter Partner ist", sagte André Raphael. Ein Bestandteil der Vereinbarung, die Stadt und Marktgilde unterschreiben: In den ersten zwölf Monaten müssen die Standgebühren stabil bleiben.