Raus aus dem traurigen Alltag

Projekt Zwölf Mädchen und Jungen aus Weißrussland hatten im Zwickelino viel Spaß

Hartenstein. 

Toben ohne Ende. Zwölf Jungen und Mädchen aus Weißrussland erlebten in dieser Woche im Eckersbacher Zwickelino ein echtes Spielparadies. Der zwölfjährige Alexej ist fast sprachlos vor Begeisterung: "So etwas habe ich mir nicht einmal im Traum vorstellen können." Die Kinder sind noch bis zum 18. Dezember Gäste des Vereins "Kinder von Tschernobyl" in Hartenstein. In insgesamt vier Wochen lernen sie die Sehenswürdigkeiten der Region kennen. Durch großzügiges Entgegenkommen vieler Einrichtungen sind auch viel Spiel, Spaß und viel Freude Bestandteil des abwechslungsreichen Programms. Die Jungen und Mädchen aus sozial schwachen Familien kommen aus dem Minsker Gebiet und der Region Mogiljow. Sie werden begleitet von der Dolmetscherin Kristina Alexejkow und der Lehrerin Swetlana Kolewsnitschenko. Neben dem vielfältigen Erlebnisprogramm müssen die Kinder auch ihren schulischen Pflichten nachkommen und erhalten Unterricht. Swetlana Kolewsnitschenko meinte bewegt: "Die Kinder erleben die Gastfreundschaft und die Aktionen wie ein Wunder. Ich bin sicher, die Kinder werden diese Erlebnisse in Deutschland nicht vergessen." Initiator Karlheinz Pätzold weist immer wieder darauf hin: "Ohne die großzügige Unterstützung von Privatleuten und von Unternehmen wäre das alles nicht möglich." Der rührige Mann kümmert sich seit über zehn Jahren mit viel Freude um die jungen Besucher: "Wenn du zum Abschied in die dankbaren Kinderaugen blickst, dann kommen mir unweigerlich die Tränen." Pätzold befürchtet, dass sein Projekt nicht mehr von langer Dauer ist: "In Zeiten knapper Kassen wird es immer schwerer, die Finanzierung zu stemmen." Infos unter Tel. 037602 64944. msz