Sachsenring: ADAC GT Masters gibt Stelldichein

motosport Es brummt wieder auf dem Sachsenring, sogar mit Fans

Sachsenring. 

Sachsenring. Wäre die Saison 2020 nach Plan verlaufen, hätte auf dem Sachsenring wieder das ADAC GT Masters ihr Saisonfinale bestritten. Durch Corona und die damit begründeten kahlschlagartigen Restriktionen, ging auch im deutschen Motorsport lange Zeit gar nichts. Anfang August konnte die Saison schließlich auf dem Lausitzring gestartet werden und wegen der vielen Terminabsagen, -verschiebungen und -anpassungen musste viel in den Herbst verlegt bzw. gequetscht werden. Dadurch wurde der Sachsenring die vierte von sieben Stationen, teilt also die Saison.

32 Boliden von sieben Herstellern

Herzstück des ADAC GT Masters ist auch in der nunmehr 14. Saison der "Liga der Supersportwagen" das der Serie ihren wohlklingenden Namen gebende ADAC GT Masters. Sieben Marken sind in diesem Jahr wieder mit von der Partie, welche da sind: Audi, Bentley, BMW, Corvette, Lamborghini, Mercedes-AMG und Porsche.

Als Rekordsieger kommt Daniel Keilwitz aus Villingen, der bisher 22 Rennen mit verschiedenen Partnern gewann.

Die Vorjahressieger auf dem Sachsenring sind Indy Dontje/Maximilian Götz (NED/Uffenheim) und Patric Niederhauser/Kelvin van der Linde (SUI/RSA), wobei letztere die amtierenden Meister sind. Beide Paarungen sind unverändert wieder am Start und messen sich mit 30 weiteren Besatzungen.

Von denen markierten am heutigen Freitag Marvin Dienst/Philipp Frommenwiler (Lampertheim/SUI) vom Team DLV-Team Schütz Motorsport schon im 1. Freien Training mit ihrem Mercedes-AMG GT3 die schnellste Zeit, was aber noch nichts zu sagen hat. Ernst wird es erst morgen Früh beim ersten Qualifying bzw. ab 13:05 Uhr beim ersten Rennen. Das gleiche Programm gibt es am Sonntag.

Als Lokalmatador startet der erst 20-jährige Dresdner Maximilian Paul vom Team T3-HRT-Motorsport aus Radebeul. Er teilt sich einen Audi R8 LMS mit dem Niederländer Niels Langeveld. Ebenfalls in Farben des Teams T3-HRT-Motorsport greifen der Österreicher Constantin Schöll und der Brite Seb Morris im einzigen Bentley Continental GT3 ins Geschehen ein.

Hinzu kommt der Wahlleipziger David Jahn, der einen Porsche 911 GT3 R des Küs Team75 Bernhard pilotiert.

Lokalmatadore und ein VIP-Fahrer

Neben dem ADAC GT Masters starten am Wochenende die ADAC GT4 Germany und die ADAC TCR Germany sowie erstmals in dieser Saison der Porsche Carrera Cup Deutschland.

In der ADAC TCR Germany ruhen die sächsischen Hoffnungen auf Dominik und Marcel Fugel. Die beiden Chemnitzer pilotieren beide für das Team Honda ADAC Sachsen einen Honda Civic FK7 TCR. Während der 23-jährige Dominik als Vorjahressieger auf dem Sachsenring die Tabelle aktuell anführt, liegt der am Samstag seinen 20. Geburtstag feiernde Marcel in der Junior-Wertung ganz vorn.

Mit Marcel Schrötter aus der Moto2-Motorrad-Weltmeisterschaft ist zudem ein prominenter Gastfahrer am Start. Der 27-jährige Bayer pilotiert den VIP-Hyundai i30 N TCR vom Hyundai Team Engstler.

Im Porsche Carrera Cup Deutschland kam Toni Wolf aus Schönbrunn bei Lengenfeld kurzfristig zu einem Einsatz und somit zu einem Heimspiel.

Tickets noch an der Tageskasse erhältlich

Wer am Samstag und/oder Sonntag live dabei sein will, hat in diesem Jahr erstmals beim ADAC GT Masters die Gelegenheit dazu. Da den Verantwortlichen ein entsprechendes Hygiene- und Infektionsschutzkonzept, wenngleich sehr kurzfristig, genehmigt wurde, können am Sachsenring pro Tag bis zu 6.000 Fans in den Stehplatzbereich im Infield des Kurses. Hier sind auch zwei Videowalls errichtet worden. Der Zugang dahin erfolgt über den Karthallen-Vorplatz. Das Fahrerlager ist allerdings für Zuschauer tabu. Nachdem der Online-Ticket-Vorverkauf abgeschlossen ist, werden an beiden Tagen Tageskassen, ebenfalls auf dem Karthallen-Vorplatz, geöffnet. Der Eintritt kostet Samstag und Sonntag je 25 Euro bzw. beide Tage zusammen 40 Euro.