Sachsens ehemals größtes Eisenwerk

Ausstellung Hubert Treger - Vom Schweißer zum Chronisten

Zwickau. 

Zwickau. Das ehemals größte Eisenwerk Sachsens ist Thema einer aktuellen Sonderausstellung in den Zwickauer Priesterhäusern. Die Schau wurde am 17. Februar um 15 Uhr eröffnet. Anlass ist die Gründung der Firma von 180 Jahren. Das Team der Priesterhäuser gestaltete dazu gemeinsam mit dem ehemaligen Mitarbeiter Hubert Treger eine Schau.

Die Königin Marienhütte, im Volksmund auch Hütte genannt, wurde 1839 von der Sächsischen Eisenkompagnie gegründet und entwickelte sich schnell zum damals größten Eisenwerk Sachsens. Die Schau beleuchtet den gesamten Zeitraum von der Entstehung des Werkes vor 180 Jahren bis heute. Die Leiterin der Priesterhäuser Alexandra Hortenbach informierte zur Geschichte: "Neben Bergwerksausrüstungen wie Fördertürmen und Dampfmaschinen wurden in Cainsdorf umfangreiche Guss-Sortimente für den Maschinenbau sowie den Wasser- und Gasleitungsbau hergestellt, genau wie Bahnsteigausrüstungen und Bausäulen. Aber auch Eisenbahnschienen und Brücken entstanden. Einige Bauwerke sind auch heute noch in der näheren Umgebung zu bestaunen. In der Königin Marienhütte wurden unter anderem die metallenen Bauteile für das sogenannte 'Blaue Wunder' in Dresden hergestellt."

Ein ganzes Arbeitsleben in einer Firma

Hubert Treger verbrachte gut 46 Jahre, sein ganzes Arbeitsleben, in dem Unternehmen. Er selbst war von 1960 bis 2007 dort angestellt. Er begann mit 16 Jahren in der Firma seine Lehre als Schweißer. Damals gehörte das Unternehmen zur Wismut. Nachdem er in den Ruhestand gegangen war, erforschte Treger dessen Geschichte.

Nach elf Jahren verfügt der Zwickauer über 15.000 Schriftstücke und Fotos zur Historie der Hütte. Bestandteil der Ausstellung ist auch das Objekt des Monats, ein historischer Hydrant, der um 1890 in der Königin Marienhütte gefertigt wurde.