Sechs Mal Gold für regionale Stollen

Handwerk 27 Stollen von Bäckern bei traditioneller Prüfung bewertet

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Prüfer Michael Isensee (M.) mit dem Obermeister Axel Keßler (r.) und seinem Stellvertreter Roman Clauß. Foto: Ludmila Thiele

Zwickau. Seit 2009 organisiert die Bäckerinnung "Saxonia" jährlich ihre traditionelle Stollenprüfung für die Innungsbäcker. Am Freitag brachten 13 Bäckermeister 27 Stollen zum Prüfen in die Kreishandwerkschaft an der Zwickauer Katharinenstraße. Michael Isensee, unabhängiger Sachverständiger des Institutes für die Qualitätssicherung von Backwaren, beurteilt unter anderem die Form, die Bräunung, die Krume, das Aussehen, Geruch, Aroma und Elastizität der Stollen. Er vergab in Zwickau 18-mal das Prädikat "sehr gut" und siebenmal "gut". Sechs Stollen wurden dabei mit "Gold" ausgezeichnet.

"Die Auszeichnung bekommen die Stollen, die zum dritten Mal in Folge bei der Prüfung mit sehr gut abgeschnitten haben", erklärt Axel Keßler, Obermeister der Bäckerinnung "Saxonia" Zwickau. Die Ergebnisse der Stollenprüfung können ab Montag im Internet nachgelesen werden. Dann kann auch genau nachgeschaut werden, wie viele Punkte welcher Bäcker mit welchen Stollen erreichte. "Durchgefallen sind lediglich zwei Stollen, was ein ausgezeichnetes Ergebnis ist", verrät Isensee, der seit 26 Jahren von Ende Oktober bis Mitte Dezember montags bis freitags deutschlandweit Stollen prüft.

Auch der "Exoten"-Stollen war dabei

"Herr Isensee gibt bei der Prüfung auch wertvolle Verbesserungstipps, die jetzt zu Beginn der Stollensaison noch alle umgesetzt werden können, deswegen würde ich mich freuen, wenn mehr Bäcker ihre Stollen nicht nur einreichen, sondern bei der Prüfung selbst anwesend sein würden. Wir sind trotzdem sehr zufrieden, dass 13 von 46 Betrieben unserer Innung sich dieser freiwilligen Prüfung unterzogen haben", sagt der Mülsener Roman Clauß, stellvertretender Obermeister der Bäckerinnung.

Sein mit sehr gut ausgezeichneter Rotweinstollen gehört übrigens zu den absoluten Exoten unter den "Prüflingen". Obermeister Keßler, der sich auch über "sehr gut" freuen durfte, baut auf die Klassiker, die von ihm in vierter und seinem Sohn in fünfter Generation in Stenn gebacken werden.